Aue vor dem abstieg: shubitidze fordert würde!
Erzgebirge Aue steht vor einer Zerreißprobe. Nach der knappen Niederlage gegen Jahn Regensburg und der miserablen Rückrunde droht der abstieg in die Regionalliga. Interimstrainer Kvicha Shubitidze mahnt nun zur Besonnenheit und fordert vor allem eines: Würde.

Die lage ist ernst: aue am scheideweg
Die Horrorbilanz spricht eine deutliche Sprache: Acht Spiele ohne Sieg in der Rückrunde, nur 14 Punkte aus 32 Partien. Die Hoffnung auf ein Wunder schwindet mit jeder weiteren Pleite. Doch Shubitidze weigert sich, den Kopf in den Sand zu stecken. "Ich bin Realist. Hier muss keiner Traumschlösser bauen," betonte er im Interview mit SPORT IM OSTEN. Die Situation ist ernst, aber die Mannschaft hat trotz allem Charakter gezeigt.
Ein bitteres Element in der Misere war der Aussetzer von Luan Simnica, der den Gegner ungestüm zum Führungstreffer einlud. Shubitidze bewahrte jedoch Gelassenheit: "Er ist jung und muss lernen. Fehler gehören zum Lernprozess dazu." Ein Satz, der zeigt, dass der Fokus trotz der prekären Lage auf der Entwicklung der Spieler liegt.
Die Chancen waren da – Moritz Seiffert, Marcel Bär und Ricky Bornschein vergaben hochkarätige Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Doch Felix Gebhardt im Regensburger Tor hielt die Auer Angriffe ab. Shubitidze: "Wir haben leider Pech. Die Präzision im Abschluss lässt zu wünschen übrig. Uns fehlt die absolute Überzeugung.“
Die Entscheidung, Marcel Bär zur neuen Kapitänsfigur zu ernennen, unterstreicht den Willen zur Veränderung. Statt des erfahrenen Torwarts Martin Männel soll der Feldspieler nun das Team führen. Ein Zeichen, dass das Trainergespann Shubitidze und Kern eine neue Dynamik im Team erzielen wollen.
Bereits am Sonntag könnte der abstieg rechnerisch besiegelt sein, sollte der 1. FC Saarbrücken gegen Alemannia Aachen gewinnen und Aue gegen den SC Verl verlieren. Doch Shubitidze lässt sich nicht entmutigen. "Wir müssen unser Gesicht wahren. Wenn wir absteigen, dann mit Würde!"
Und sein Engagement? Zweitrangig. Als Nachwuchsleiter ist er fest in Aue verwurzelt. "Ich bin durch Aue der geworden, der ich bin. Da kann man nicht Nein sagen," erklärte er. Eine Aussage, die zeigt, dass der Fokus voll und ganz auf dem Verein liegt – egal, wie die Saison ausgeht. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, doch der Glaube an eine kämpferische und würdevolle Zukunft bleibt bestehen.
