Aue kämpft mit würde: shubitidze gibt hoffnung im abstiegskampf
Erzgebirge Aue steht vor dem Abgrund, doch Interimstrainer Kvicha Shubitidze klammert sich an die Hoffnung und mahnt seine Mannschaft zu einem würdevollen Ende der Saison. Nach der knappen Niederlage gegen Jahn Regensburg betonte der Coach, dass es nun darum gehe, das Beste aus der Situation zu machen – auch wenn der Abstieg rechnerisch schon bald besiegelt sein könnte.
Die bittere wahrheit: aue im freien fall
Die Bilanz ist alarmierend: Acht Spiele ohne Sieg in der Rückrunde, eine Abwehr, die regelmäßig patzt, und ein Angriff, der reihenweise Chancen vergeben lässt. Aue scheint in einem Strudel aus Negativität gefangen, aus dem es schwerfällt, auszubrechen. Doch Shubitidze weigert sich, die Segel streichen zu lassen. Er sieht in der Leistung seiner Mannschaft gegen Regensburg zumindest einen Lichtblick. „Wir hatten gute Phasen, auch wenn uns die Durchschlagskraft im Abschluss fehlt“, so der Trainer.

Jung und ungestüm: shubitidze verteidigt simnica
Der Aussetzer von Luan Simnica, der den entscheidenden Fehler beging, wurde von vielen Fans scharf kritisiert. Shubitidze nahm seinen jungen Schützling jedoch in Schutz: „Er ist noch unerfahren und muss lernen. Fehler gehören zum Lernprozess dazu. Wir können ihm nicht alles vorwerfen.“ Diese Entschuldigung kam nicht bei allen Fans gut an, doch sie verdeutlicht die Philosophie des Trainers, jungen Spielern eine Chance zu geben und an sie zu glauben.

Bär übernimmt: ein zeichen des trainersgespanns
Ein weiteres Zeichen setzte Shubitidze mit der Entscheidung, Marcel Bär zur neuen Kapitänsfigur zu ernennen. Statt des erfahrenen Torwarts Martin Männel soll der Feldspieler nun die Mannschaft führen. „Es war eine gemeinsame Entscheidung mit Enrico Kern. Wir wollten einen Kapitän auf dem Platz haben, der die Mannschaft anleitet und motiviert“, erklärte Shubitidze.

Die zeit drängt: entscheidendes spiel gegen verl
Am Sonntag empfängt Aue den SC Verl zum entscheidenden Spiel. Sollten die Gäste gewinnen und gleichzeitig der 1. FC Saarbrücken sein Spiel gewinnen, wäre der Abstieg für Aue rechnerisch besiegelt. Doch Shubitidze lässt sich nicht entmutigen. „Wir müssen unser Gesicht wahren und mit Würde absteigen, wenn es nicht anders geht. Das ist unsere Aufgabe“, so der Coach.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und solange Aue noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt hat, wird Kvicha Shubitidze alles daran setzen, seine Mannschaft zu motivieren und zum Kampf anzuspornen. Die Fans dürfen gespannt sein, ob der Trainer einen neuen Wind in die Mannschaft bringen kann und den abstiegskampf noch einmal spannender macht. Denn eines ist klar: Mit dem Rücken an der Wand zeigt sich wahres Temperament.
