Atlético-fans toben: sevilla-finale eine katastrophe!
Die Enttäuschung nach der erneut verlorenen Elfmeterschießerei ist groß, doch nun macht sich blanke Wut breit: Die Organisation des Copa del Rey-Finales in Sevilla wurde von Atlético-Fans und Anhängern mit eingeschränkter Mobilität scharf kritisiert. Es geht um mehr als nur eine Niederlage – es geht um Respektlosigkeit gegenüber den Fans.
Chaos auf dem weg ins stadion
Die Berichte aus Sevilla zeichnen ein düsteres Bild. Bereits die Anreise gestaltete sich als Alptraum. “Wir sind zu Hause, warm – und alles andere als glücklich über das Ergebnis – und melden eine desaströse Organisation durch den spanischen Fußballverband (RFEF) und dessen Partner, wobei die Stadt Sevilla sicherlich auch eine Rolle spielt”, so eine Stellungnahme des Fanprotests. Die Zustände wurden als “penibel” beschrieben, insbesondere angesichts der Hitze und der langen Wege.
Ein Mangel an grundlegenden Einrichtungen erschwerte die Situation zusätzlich. “Dienstleistungen, die wir aus Respekt gegenüber den Mitarbeitern nicht weiter detaillieren wollen, entsprachen weder den Ansprüchen der Stadt noch denen eines solchen Fußballspiels,” heißt es in der Kritik. Selbst ausreichend große Mülleimer fehlten, was zu einer unschönen Szenerie führte, bei der Fans ihre Abfälle neben den überfüllten Behältern ablegten. Die Suche nach einer Wasserflasche wurde zur Herausforderung, angesichts der drückenden Hitze und der großen Menschenmassen.
Die erhoffte Fanzone entpuppte sich als “Reklamemaßnahme für Puppen”. Viele Fans, darunter auch Familien, wurden bereits am Nachmittag von der Polizei abgewiesen, da die Kapazitäten erschöpft waren. “Ein unvorstellbarer Kontrollverlust”, so der Bericht.

Sicherheitslücken und unfaire behandlung von behinderten
Auch die Abwicklung des Einlassprozesses wurde als chaotisch und unorganisiert kritisiert. Die versprochene Überprüfung der Personalausweise erfolgte nicht, was Sicherheitsbedenken aufwarf. Die Hinweisschilder waren verwirrend und die Präsenz bewaffneter Polizisten trug zur Unruhe bei.
Besonders gravierend war die Behandlung von Fans mit eingeschränkter Mobilität. Diese wurden in einem abgelegenen Bereich hinter einer der Tribünen platziert, wo die Sicht auf das Spielfeld stark eingeschränkt war. José Luis González dokumentierte die Situation mit Fotos und Videos auf X. Als “Lösung” sahen die betroffenen Fans lediglich die Möglichkeit, sich selbst in die Gänge der Tribünen zu begeben – ein inakzeptabler Zustand.
Die Fans fordern nun Konsequenzen. “Dies war die schlechteste Organisation eines Finals, die man sich vorstellen kann. Wir haben uns noch viele Details verkneift. Wir fordern Verantwortung!”, so die eindeutige Forderung aus der Fanbasis. Die Ereignisse in Sevilla werfen ein schlechtes Licht auf den spanischen Fußballverband und unterstreichen die Notwendigkeit, die Sicherheit und den Komfort der Fans bei zukünftigen Großveranstaltungen zu priorisieren. Es bleibt abzuwarten, ob die RFEF auf die berechtigte Kritik reagiert und entsprechende Maßnahmen einleitet. Die Wut der Atlético-Fans ist verständlich und die Forderung nach Rechenschaft ist berechtigt – denn Fußball sollte in erster Linie eine Freude für die Fans sein, nicht eine Quelle für Frustration und Enttäuschung.