Atlético madrid: vier-sieg im pokal – vier abgänge im kielwasser!
Madrid bangt um den Pokalsieg, aber die Geschichte hinter dem 2:3 gegen Atlético Baleares ist überraschend: Vier Spieler, die in dieser Partie zum Einsatz kamen, haben den Verein mittlerweile verlassen. Ein ungewöhnlicher Abschied, der die Kaderplanung des Champions-League-Halbfinalisten in ein neues Licht rückt.

Rotation und abschiede: ein bitterer nachgeschmack?
Am 17. Dezember, befreit von den Qualifikationsrunden, die für Supercup-Teilnehmer entfallen, bestritt Atlético Madrid sein Auftaktspiel im Pokal. Der Gegner: Atlético Baleares, aktuell Zweiter der Drittliga-Gruppe III. Luis Blanco, der Trainer der Baleares, nahm die Herausforderung an und versuchte, dem Favoriten einen Strich durch die Rechnung zu machen – ein Vorhaben, das durch die Rotationen von Diego Pablo Simeone begünstigt wurde. Tatsächlich stand ein Großteil der Spieler, die zu diesem Zeitpunkt weniger Spielzeit erhielten, in der Anfangself. Darunter befanden sich gleich vier Akteure, die nur wenige Wochen später, mit dem Beginn des Wintertransferfensters, die Rojiblanca verließen.
Javi Galán, ein erfahrener Verteidiger, Gallagher und Carlos Martín im Mittelfeld sowie der junge Stürmer Raspadori bildeten zusammen mit Musso, Nahuel, Le Normand, Lenglet, Cardoso, Almada und Griezmann die Aufstellung. Galán und Raspadori blieben bis zum Schlusspfiff auf dem Platz, wobei Raspadoris Treffer den zweiten Torerfolg für Atlético bedeutete. Gallagher und Martín wurden hingegen in der 63. Minute durch Koke und Giuliano ersetzt. Zu diesem Zeitpunkt führte Atlético bereits mit 1:2, dank Toren von Griezmann und Raspadori, bevor Antoine noch einen Doppelpack erzielte und Moha Keita einen Elfmeter sicher verwandelte, was den Endstand von 2:3 festschrieb.
Doch die Geschichte geht weiter. Nur eine Woche später wurde die Einigung mit Osasuna bezüglich des Transfers von Galán bekannt gegeben, der bereits 2023 von Celta kam und zuvor auch bei Real Sociedad verliehen war. Carlos Martín folgte kurz darauf, ebenfalls in Form einer Leihe zum Rayo Vallecano. Mitte Januar, genauer gesagt am 14. und 15. Januar, packten dann Gallagher und Raspadori ihre Koffer und wechselten zu Tottenham und Atalanta. Atlético reagierte mit Verpflichtungen von Lookman, Mendoza und Vargas, um die Kaderstärke auf 23 Spieler zu erhöhen – doch die vier Spieler, die in dieser Pokalpartie zum Einsatz kamen, werden nun offiziell als Pokalsieger gewertet, selbst wenn Atlético am Samstag gegen Real Sociedad den Titel holt.
Die Ironie ist kaum zu übertreffen: Spieler, die einen wichtigen Beitrag zum Pokalverlauf leisteten, verließen den Verein kurz darauf und werden nun trotzdem als Champions gefeiert. Ein ungewöhnlicher Verlauf, der die Dynamik des modernen Fußballs widerspiegelt und die kurzfristigen Kaderentscheidungen eines Top-Clubs wie Atlético Madrid beleuchtet. Die Frage, ob diese Rotationen und die darauffolgenden Abgänge die sportliche Leistung des Teams langfristig beeinträchtigen werden, bleibt abzuwarten.
