Atlético madrid: umbruch droht – wer übernimmt das ruder?
Die Stimmung im Lager des Atlético Madrid ist gedämpft. Während die Mannschaft sich auf das Copa de la Reina Finale gegen den FC Barcelona am kommenden Samstag vorbereitet, brodelt es hinter den Kulissen. Die enttäuschende Saison ohne Europa-Qualifikation hat die Verantwortlichen zu einem Umdenken gezwungen, und der Name von José Herrera könnte bald Geschichte sein.

Die suche nach einem neuen kapitän auf der bank
Die sportliche Führung, unter der Leitung von Beni Rubido, arbeitet fieberhaft an der Suche nach einem Nachfolger für Herrera, der den Verein seit Beginn der Saison unter Vertrag steht. Die Entscheidung ist brisant, denn der Verein steht vor der schwierigen Aufgabe, eine neue Richtung einzuschlagen und die verpasste Europa-Chance wiedergutzumachen. Es geht um mehr als nur eine Trainerwahl – es geht um die Zukunft des Atlético.
Die Gerüchteküche brodelt bereits. Namen aus der Vergangenheit tauchen auf, und es gibt auch vielversprechende Kandidatinnen aus dem Ausland. Ein Name, der in den Gesprächen immer wieder genannt wird, ist Arturo Ruiz. Seine Erfolge in Granada und bei der Real Sociedad, wo er die Mannschaft sensationell für Europa qualifizierte, sprechen eine deutliche Sprache. Allerdings gilt sein Vertrag in San Sebastián noch bis 2027, und die Entscheidung für einen Wechsel nach Madrid liegt allein bei ihm. Die Verantwortlichen müssen ihm ein unschlagbares Angebot unterbreiten, um ihn von einem Abschied zu überzeugen.
Ein weiterer Name, der in der Diskussion ist, ist Ángel Villacampa. Seine Zeit beim Atlético war zwar kurz (2016-2018), aber er führte die Mannschaft zu zwei Liga-Titeln und einem Copa de la Reina Erfolg. Nach Stationen in China, bei Athletic Bilbao, Levante und Club América, wo er aktuell bis 2027 unter Vertrag steht, könnte ein Comeback in Madrid für ihn in Frage kommen. Die Situation in Mexiko ist allerdings dynamisch, und eine vorzeitige Trennung könnte sich anbieten.
Doch der Verein blickt auch über die Landesgrenzen hinaus. Mariana Cabral, die portugiesische Trainerin, hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Sie sammelte wertvolle Erfahrungen als Spielerin und Trainerin beim Sporting CP und hat nun in den USA als Assistentin bei Utah Royals und den Chicago Red Stars gearbeitet. Ihr taktisches Verständnis und ihre Führungsqualitäten könnten genau das sein, was der Atlético Madrid derzeit benötigt. Das Besondere: Sie wäre erst die zweite Frau, die das Traineramt beim Verein übernimmt – ein Zeichen für den modernen, zukunftsorientierten Ansatz des Klubs.
Die Entscheidung für Cabral wäre ein klares Signal an die gesamte Liga und würde zeigen, dass der Atlético Madrid bereit ist, neue Wege zu gehen. Ob sie am Ende die Wahl der Verantwortlichen trifft, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Suche nach einem neuen Trainer wird die kommenden Wochen prägen und die Zukunft des Vereins maßgeblich beeinflussen.
Die Finalniederlage gegen den FC Barcelona am Samstag wird in diesem Kontext noch eine zusätzliche Belastung darstellen. Doch die Verantwortlichen blicken bereits nach vorne und wissen, dass der Umbruch längst überfällig ist. Die Zahl spricht für sich: Seit der letzten Europa-Teilnahme sind bereits vier Jahre vergangen – eine gefühlte Ewigkeit für einen Verein mit den Ambitionen des Atlético Madrid.
