Atlético madrid: cabral soll das ruder übernehmen – lizenzproblem droht!
Madrid – Ein Umbruch beim Atlético Madrid steht bevor, doch die Suche nach einem neuen Trainer hat sich in einem unerwarteten bürokratischen Dickicht verfangen. Nach der Trennung von José Herrera, dessen Vertrag ausgelaufen ist, präsentiert sich nun überraschend Mariana Cabral als Favoritin, doch ihr Engagement hängt von der Lösung eines Lizenzproblems ab.

Die portugiesin mit ungewisser zukunft
Die sportliche Leitung um Beni Rubido hat sich für die 39-jährige Cabral entschieden, die aktuell als Assistentin bei den Chicago Red Stars in den USA tätig ist. Eine interessante Wahl, die dem Verein die Chance bietet, eine aufstrebende Trainerin in der spanischen Liga zu etablieren. Allerdings fehlt es Cabral an der UEFA Pro-Lizenz, die zwingend erforderlich ist, um in der Liga F zu trainieren. Ein Hindernis, das Atlético Madrid jedoch aktiv zu überwinden versucht.
Laut Informationen von MARCA steht der Verein bereits in Kontakt mit dem spanischen Fußballverband (RFEF), um eine Ausnahmegenehmigung zu erwirken. Cabral besitzt bereits eine garantierte Teilnahme an einem entsprechenden Kurs in Estland, doch die bürokratischen Hürden sind beträchtlich. Sollte die RFEF grünes Licht geben, könnte Cabral bereits im Juli, mit Beginn der Vorbereitung, das Training übernehmen. Die Entscheidung ist brisant, denn sie könnte den Zeitplan des Vereins erheblich beeinflussen.
Cabral bringt eine interessante Vita mit. Nach einer Tätigkeit beim portugiesischen Verein Sporting CP sammelte sie Erfahrungen als Assistentin bei den Utah Royals und den Chicago Red Stars. Atlético Madrid würde ihr damit die Möglichkeit geben, als Cheftrainerin in einem europäischen Top-Verein zu arbeiten – ein großer Schritt in ihrer Karriere. Die Verpflichtung wäre ein klares Zeichen für den Fokus des Vereins auf junge Talente und innovative Trainingsmethoden.
Parallel zur Trainersuche nimmt die sportliche Leitung des Atléticos auch die Kaderplanung für die kommende Saison in die Hand. Patricia Larqué, Carmen Menayo, Andrea Medina, Júlia Bartel, Vilde Bøe Risa und Sheila Guijarro verlassen den Verein. Die Verlängerung der Verträge von Lola Gallardo und Rosa Otermín gibt der Mannschaft jedoch Stabilität. Die Gerüchteküche brodelt, denn Namen wie Viola Calligaris, Henrietta Csiszár, Maite Zubieta und Lucía Rodríguez werden mit dem Verein in Verbindung gebracht. Ob einer dieser Spielerinnen tatsächlich in Madrid landet, hängt jedoch von der Klärung der Trainerfrage und den finanziellen Möglichkeiten des Vereins ab.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Atlético Madrid muss die Lizenzproblematik schnellstmöglich lösen, um den Plan für die neue Saison zu realisieren. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich die Situation entwickelt und ob Mariana Cabral tatsächlich das Ruder beim Verein übernimmt.
