Atlanta stoppt orlandos siegesrausch – deutsche duo erwischt fehlstart
Sieben Nächte lang schien Orlando unbesiegbar. Dann trat Trae Youngs Hawks an, und plötzlich war die Magie weg. Die Magic verloren 112:124 in Atlanta – und mit ihr die Nerven. Tristan da Silva und Moritz Wagner wirkten wie vertauscht, trafen nur fünf ihrer 17 Würfe. Statt mitzufiebern, durften deutsche Fans mit den Zähnen knirschen.
Mosleys diagnose: „zu langsam in den details“
Trainer Jamahl Mosley sprach es offen aus: „Wir waren in allen kleinen Dingen und Details des Spiels einen Schritt zu langsam.“ Die Statistik lügt nicht. Orlando versenkte 38 % aus dem Feld, verlor den Ball 16 Mal und kassierte 15 Offensiv-Rebounds der Hawks. Besonders bitter: FastBreak-Punkte 8:21. Atlanta lief, Orlando schaute.
Paolo Banchero stemmte sich mit 18 Punkten dagegen, doch seine 3/13-Wurfquote nagte an der Aura des All-Star. Nur Desmond Bane (ebenfalls 18) hielt die Magic im vierten Viertel kurz am Leben, bis Dejounte Murray mit zwei Dreiern den Deckel draufmachte. Die Hawks feiern inzwischen ihre zehnte Serie-Siegesserie – länger ist nur Boston.

Playoff-luft wird dünner
Mit 38:29 bleibt Orlando Fünfter im Osten, doch die Verfolgung atmet im Nacken. Toronto (38:29), Miami (38:30), Atlanta und Philadelphia (je 37:31) scheren sich nicht um Ranglisten-Ruhm. Schon morgen gastiert der Champion Oklahoma City im Amway Center – ein Verlust und die Magic rutschen auf Platz 7. Die Belastung steigt, die Rotation könnte schrumpfen.
Ein Trost existiert: Steve Kerr feierte in Washington seinen 600. Hauptrundensieg – nach 943 Spielen schneller als jeder andere außer Jackson, Riley und Popovich. Victor Wembanyama führte die Spurs mit 21 Punkten zum 50. Saisonsieg, erstmals seit 2017. Manchmal dreht sich die Basketball-Welt doch weiter – nur nicht für Orlando, diesen Abend gehörte sie Atlanta.
