Athleten deutschland verlangt sofortige aufhebung von petzolds sperre

Es reicht. Athleten Deutschland hat am Mittwoch vor dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages unmissverständlich Stellung bezogen: Die Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) soll das Startverbot gegen Fridtjof Petzold sofort aufheben und das laufende Disziplinarverfahren gegen ihn einstellen. Ein Olympiastarter, der öffentlich Kritik äußert, wird bestraft. Das ist die Realität im deutschen Eisschnelllauf – und genau das macht diese Affäre so brisant.

Was petzold tat – und warum er dafür büßen soll

Während der Olympischen Spiele in Mailand wagte Petzold das, was viele Athleten nur hinter vorgehaltener Hand tun: Er kritisierte öffentlich die Betreuungs- und Förderstrukturen der DESG. Die Antwort des Verbands war ein Startverbot und die Aussetzung seines Status als Bundeskaderathlet. Kein Gespräch, kein Vermittlungsversuch. Strafe.

Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland, brachte es auf den Punkt: „Athletinnen und Athleten müssen Kritik üben können, ohne dadurch ihre Kaderzugehörigkeit zu riskieren. Das Verhalten der DESG sendet das gegenteilige Signal – wer Probleme anspricht, wird eingeschüchtert und im Zweifel rausgeworfen.