Aston martins albtraum 2026: null punkte, motorenbeben, newey zählt sie nicht mal auf

Drei Rennen, zwei Ausfälle, ein 18. Platz. Aston Martin startet mit dem AMR26 nicht nur punktelos in die neue Ära – sie fallen auseinander. Motor, Chassis, Aerodynamik: nichts hält, was es verspricht.

Honda-beben erschüttert das cockpit

Die Vibrationen aus dem Sakura-Werk sind so heftig, dass Fernando Alonso und Lance Stroll nach den ersten Runden mit tauben Händen in die Box rollen. Adrian Newey, frisch an Bord, bestätigte in Melbourne offen: „Die Frequenzen sind unakzeptabel, wir verlieren Leistung und Fahrbarkeit gleichzeitig.“ Pedro de la Rosa gibt sich bei Sky kämpferisch: „Wir probieren neue Dämpfer, andere Aufhängungen, alles, was wir haben. Aber das Problem sitzt tiefer.“

Die Zahlen sind gnadenlos. In den drei Flugstarts von Australien, China und Japan fehlten im Schnitt 18 km/h Topspeed – nicht gegen Mercedes, sondern gegen Alpine. Ein Satz Reifen wiegt 11 kg, der AMR26 trägt laut Teamquellen fast doppelt so viel Overweight. Jede Kurve wird zur Schießbude.

Chassis nur mittelfeld – mit mercedes-motor wäre es platz neun

Chassis nur mittelfeld – mit mercedes-motor wäre es platz neun

Newey ließ durchblicken, dass selbst ein perfekter Antrieb das grüne Monoposto nicht höher als P9 tragen würde. Der Frontflügel, neu für Suzuka, erzeugte zwar mehr Anpressdruck, veränderte aber gleichzeitig die Balance so stark, dass Stroll in der 130-R-Schikane fast abdrehte. Der Boden bleibt instabil, die Hochgeschwindigkeits-Abtriebsecken sind ein offener Wundpunkt.

De la Rosa formuliert das interne Ziel nüchtern: „Wir müssen pro Woche eine halbe Sekunde finden, sondern zählen wir nicht mit.“ Dabei ist die Konstruktionsweltmeisterschaft längst kein theoretisches Schmankerl mehr – sie entscheidet über Bonuszahlungen in Millionenhöhe.

Die Konsequenz: Nachtschichten in Silverstone, Honda-Ingenieure fliegen direkt von Sakura zur Fabrik, neue Verbundbauteile sollen 4,5 kg sparen. Ob es reicht? Die nächste Stoppuhr tickt in Bahrain. Wer dort wieder leer ausgeht, kann den WM-Zug 2026 schon früh verpassen.