Aston martin versinkt im chaos: null punkte, newey zieht notbremse

Silberstone schweigt. Drei Rennen, null Punkte, zwei Ausfälle für Fernando Alonso – und ein Adrian Newey, der längst die Reißleine gezogen hat. Die 2026er-Saison ist für Aston Martin keine Saison, sondern ein einziger Bremsversuch bei 300 km/h.

Honda-vibrationen zerreißen das amr26-chassis

Die Wurzel des Übels sitzt im Heck. Der Honda-Rennmotor schickt derart brutale Vibrationen durch Karbon und Aluminium, dass sich die Traktionskontrolle selbst auf Geraden verabschiedet. In Suzuka probierte die Crew zusätzliche Dämpfer und modifizierte Aufhängungen – Resultat: Alonso kam als Letzter ins Ziel, Lance Stroll blieb ohne Punkte. „Die Frequenzen sind so hoch, dass die Fahrer ihre Bremspunkte nicht halten können“, sagte Pedro de la Rosa, Aston-Martin-Botschafter, gegenüber Sky Sports. Newey selbst habe in Melbourne lapidar erklärt: „So können wir nicht fahren.“

Aber die Vibrations-Hölze sind nur die halbe Miserie. Der AMR26 wiegt zu viel, dreht in schnellen Kurven aus und besitzt laut Newey „nur ein Mittelfeld-Chassis“. Mit einem Mercedes-Motor würde das Team aktuell gegen Alpine und Haas um Platz zehn kämpfen – nicht um Podestplätze.

Neue flügel, alte sorgen: updates verpuffen

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Für den Japan-GP schickte Aston Martin einen Frischling auf die Strecke: neuer Frontflügel, verändertes Unterboden-Design, modifizierte Kühlerauslässe. Die Ingenieure hofften auf einen halben Sekunden-Gewinn. Auf der Uhr stand am Ende: zwei Zehntel, zu wenig, um die Qualifying-Hürde Q2 zu übersteigen. „Wir arbeiten 24 Stunden, aber die Stoppuhr lügt nicht“, so De la Rosa. Die Aerodynamik kapituliert bei Tempo 280, wo der Abtrieb zusammenbricht und die Reifen durchdrehen.

Die Punkte-Fehlstunde beschert Aston Martin einen unrühmlichen Rekord: Nur Cadillac steht noch dahinter – und das Team startet erst 2026 regulär. Für eine Werks-Partnerschaft mit Honda, eigentlich geplant als Turbo-Projekt, ist das ein Imageschaden sondergleichen.

Kalender wird zur schraube: bis barcelona muss ein sprung her

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Intern hat die Belegschaft eine Deadline: Spanien. Dort will Newey ein überarbeitetes Chassis, ein sechs Kilo leichteres Monocoque und eine neue Getriebeabstimmung präsentieren. Gelingt kein Punkte-Coup in Barcelona, droht Aston Martin der Verlust von Millionen an TV-Prämien – und Alonso sein zweiter Karriere-Abstieg nach dem McLaren-Jahrgang 2015.

Die Fakten sind so hart wie Asphalt: 0 Punkte, 18. Platz als bestes Resultat, zwei Ausfälle in drei Rennen. Die grüne Hoffnung ist zur grünen Leiche verkommen. Wer in der Königsklasse nicht schnell wird, wird schnell zur Fußnote – und genau dort steht Aston Martin aktuell. Es gibt keine Trostpreise, nur noch 20 Rennen, um die Schmach zu kitten.