Aston martin bremst blutverlust – 10 millionen loch bleibt

Aston Martin hat den Abstrieg gebremst, aber noch nicht gestoppt. 10,27 Millionen Euro Verlust im ersten Quartal 2026 klingt nach einer Menge, ist aber ein Schritt zurück aus dem freien Fall. Vor zwölf Monaten standen dreimal so tiefe rote Zahlen.

Valhalla zieht den preis nach oben

Der Supersportler Valhalla rettet die Bilanz. 103 Sondermodelle wurden ausgeliefert, gegenüber gerade einmal 14 im Vorjahreszeitraum. Dank dieser Mischung kletterte der durchschnittliche Verkaufspreis auf 252.000 Euro – plus 17 %. Weniger Autos, dafür teurere: genau diese Strategie schlägt ein.

Die Gesamteinnahmen stiegen auf 270 Millionen Euro. Allerdings steckt darin ein einmaliger Posten: 58 Millionen flossen durch den Verkauf der Markenrechte an Aston Martins Formel-1-Team. Ohne diesen Deal wäre die Umsatzkurve flacher ausgefallen. Ein weiterer Schub von 58 Millionen kommt noch, investiert von einem Konsortium um Lawrence Stroll. Ohne diese Geldspritzen sähe die Lage anders aus.

Börsianer jubeln – kunden zögern

Börsianer jubeln – kunden zögern

Die Börse honorierte die Zahlen sofort: Aktie plus 6 %. Anleiter scheinen vor allem eins mitzukriegen: Aston Martin lebt weiter. Die Prognose für 2026 hält das Management trotz Handelskriegsangst, schrumpfendem China-Markt und Nahost-Konflikt aufrecht. Bisher spürt der Hersteller aus Gaydon in Nahost keine Nachfrage-Einbrüche.

Die nüchterne Bilanz: 936 Autos wechselten im Quartal den Besitzer, 14 weniger als 2025. Kleiner Rückgang, große Symbolik – die Nachfrage zögert. Doch wer kauft, greift zur Spitze. Aston verkauft sich aus der Krise heraus, nicht mit Massenware.

Die Botschaft an Konkurrenten und Analysten: wir bluten langsamer, aber wir leben. Der Tunnel ist lang, das Licht jedoch ein Stück näher.