Aston martin: alonso fordert radikale verbesserungen – bis 2030!
Monaco war ein Weckruf für Aston Martin. Während die Erwartungen, wenn auch gedämpft, bestanden, offenbarte die Realität eine erschreckende Diskrepanz. Fernando Alonso, nach einem schwierigen Qualifying, machte seine Unzufriedenheit deutlich: Es gilt, das Ruder herumzureißen, und zwar schnell.

Die suche nach zwei bis drei sekunden
Nachdem man sich am Freitag bereits ein Bild von der Lage machen konnte, bestätigte sich das, was viele im Paddock bereits befürchtet hatten. Aston Martin kämpft mit wiederkehrenden Problemen, die sich in den langsamen Kurven verstärken, wo die Schwächen des Honda-Motors besonders deutlich werden. Shintaro Orihara, der japanische Chefingenieur, räumte ein: “Wir wissen, dass wir uns für die Zukunft verbessern müssen.”
Doch Alonso ging weiter und benannte das Problem: Es bedarf eines grundlegenden Umdenkens. “Wir müssen zwei oder drei Sekunden finden”, erklärte er, und zerlegte die Diskrepanz in ihre Einzelteile. “Das ist eine Mischung aus Motorleistung, Getriebeeffizienz, der Energierückgewinnung, der Fähigkeit, Kurven effizient zu durchfahren und die Aerodynamik optimal zu nutzen.” Es ist ein komplexes Puzzle, dessen Teile nicht zusammenpassen.
Die FIA-Kritik und die Motorensaga
Alonso ließ sich auch nicht scheuen, die generelle Qualität der aktuellen F1-Boliden zu kritisieren. “Das sind keine guten Autos”, sagte er, und fügte hinzu, dass bereits hinter den Kulissen über eine mögliche Änderung des Motorreglements ab 2027 diskutiert wird – bereits nach der sechsten Rennveranstaltung der Saison. Ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit, das viele Teams teilen, auch wenn sie es nicht offen äußern.
Das bedeutet für Aston Martin eine Zwangslage. “Wir haben das gleiche Auto bis 2030”, so Alonso, “also müssen wir das schnellste Auto im Jahr 2030 haben.” Eine ambitionierte Zielsetzung, die weit über den aktuellen Stand der Dinge hinausgeht und eine langfristige Strategie erfordert.
Es ist eine Aufgabe, die die gesamte Mannschaft vereinen muss. “Wir müssen alles tun, was möglich ist, um nach dem Sommer ein Leistungspaket zusammenzustellen”, forderte Alonso. “Danach werden wir in anderen Worten sprechen.”
Die Herausforderung ist gewaltig, aber die Entschlossenheit von Alonso ist unverkennbar. Ob er bis 2030 im Cockpit von Aston Martin sitzen wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Er wird alles daran setzen, sein Team zum Erfolg zu führen – oder zumindest den Grundstein dafür zu legen.
