Astana schockiert das peloton: bettiol krönt giro-comeback!
Ein Erdbeben im italienischen Radsport! Astana, lange Zeit im Schatten, feiert einen überraschenden Triumph beim Giro d'Italia. Alberto Bettiol, nach einem schwierigen Jahr, schnappte sich den Sieg in einem packenden Finale und katapultierte sein Team zurück an die Spitze des pelotons.

Die renaissance eines teams
Nach drei Jahren ohne Grand-Tour-Erfolg präsentiert sich Astana in diesem Giro d'Italia in neuer Stärke. Der Sieg von Bettiol ist nicht nur ein individueller Erfolg, sondern ein klares Signal an die Konkurrenz: Die Kazachen sind zurück. Und das mit einem Fahrer, der im vergangenen Jahr noch als Fragezeichen galt. Bettiol, der im Jahr 2019 bereits Flandern Remis, bewies heute, dass er immer noch zu den Top-Fahrern der Welt zählt.
Die Entscheidung fiel im finalen Anstieg des Tages, dem Ungiasca. Leknessund, der aussichtsreichste Konkurrent, griff an, doch Bettiol hielt perfekt dagegen. Ein genialer Schachzug des Italieners, der den Norweger im letzten Kilometer noch überholte und sich den Sieg sicherte. Die Distanz von zehn Sekunden zum Zweitplatzierten ist ein Beweis für die beeindruckende Leistung des Astana-Fahrers.
Was dieses Rennen so besonders macht, ist die Taktik. Die Favoriten, gezeichnet von den anstehenden Alpenetappen, beschlossen, Kräfte zu sparen und ließen eine lange Ausreißergruppe ziehen. Eine Gruppe, in der sich neben Bettiol und Leknessund auch weitere gestandene Klassikerspezialisten wie Jasper Stuyven und Mark Donovan befanden. Die Gruppe hatte zeitweise über zwölf Minuten Vorsprung, was die Spannung ins Unermessliche steigerte.
Die Teams Groupama-FDJ, Polti und Uno-X nutzten die Gunst der Stunde und brachten jeweils mehrere Fahrer in die Fluchtgruppe. Ein Zeichen dafür, dass auch kleinere Mannschaften auf ihrem Giro d'Italia ihre Chance suchten. Doch am Ende war es Bettiol, der die Lücke zu seinen Konkurrenten riss und den Sieg für Astana perfekt machte. Astana feiert damit den dritten Triumph bei dieser Giro-Edition – ein bemerkenswertes Ergebnis, das das Team in die Riege der erfolgreichsten Mannschaften der Rundfahrt katapultiert.
Die Leistung von Bettiol ist umso bemerkenswerter, da er erst seit 2025 bei Astana fährt. Sein Wechsel war von einigen mit Skepsis betrachtet worden, doch er hat eindrucksvoll bewiesen, dass er in der kazachischen Mannschaft sein volles Potenzial entfalten kann. Der Sieg ist nicht nur für ihn, sondern auch für das gesamte Team ein großer Erfolg und ein Versprechen für die Zukunft.
