Arsenal: zwei hochkaräter vom dienst – arteta krempelt kader um!

London – Im Fußballgeschäft des 21. Jahrhunderts ist die Balance zwischen einem konkurrenzfähigen Stammelf und einer tiefen, qualitativ hochwertigen Bank entscheidend. Der FC arsenal unter Mikel Arteta hat diese Balance offenbar gemeistert. Nach einer Saison, in der die Bank mehrfach mit Nachwuchsspielern besetzt war, die kaum Champions-League-Erfahrung hatten, präsentiert sich arsenal nun mit zwei nahezu gleichwertigen Mannschaften.

Die verletztenliste zwingt zu kreativen lösungen

Die verletztenliste zwingt zu kreativen lösungen

Die jüngsten Ausfälle von Jurrien Timber, Piero Hincapié und Bukayo Saka zwangen Arteta gegen Sporting Lissabon zu einer ungewöhnlichen Aufstellung. Ben White rutschte auf die rechte Abwehrseite, Ricardo Calafiori übernahm links, und Noni Madueke agierte als rechter Flügelstürmer. Ein Umstand, der normalerweise die Qualität des Teams schwächen würde, offenbarte jedoch das genaue Gegenteil: Die arsenal-Bank ist schlichtweg außergewöhnlich.

Während der Trainer von Sporting, Rui Borges, lediglich zwei Wechsel vornahm, griff Arteta auf eine Riege von erfahrenen Spielern zurück: Kai Havertz, Gabriel Martinelli und der junge Max Dowman, der zuvor bereits gegen Everton mit einem Treffer überzeugt hatte. Dowman, kaum älter als Lamine Yamal, avancierte zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der Premier League in einem Champions-League-Spiel.

Martinelli und Havertz sichern den Sieg

Obwohl Dowman gegen Lissabon keine herausragende Rolle spielte, waren es letztendlich die erfahrenen Kräfte Martinelli und Havertz, die arsenal in Führung brachten. Ein Tor, das nicht nur den Sieg sicherte, sondern auch das vierte Tor der Gunners in dieser Champions-League-Saison war, das von Spielern von der Bank erzielt oder vorbereitet wurde – ein neuer Wettbewerbsrekord!

Die Rotationsspieler des arsenal haben in dieser Saison bereits 38 Treffer (24 Tore und 14 Assists) in allen Wettbewerben erzielt – mehr als jedes andere europäische Top-Team. Kein Wunder also, dass Arsenal das Team der Premier League ist, das am häufigsten in der Nachspielzeit trifft (8 Tore).

Arteta hatte bereits im September gewarnt: „Das ist das Niveau, das andere Mannschaften in der Liga und in Europa setzen. Spieler müssen 70 oder 74 Spiele über die Saison spielen. Diese Intensität ist nicht haltbar, man braucht mehr Spieler.“ Ein Appell, der sich nun auszahlt. Die Marktwertanalyse von Transfermarkt.de bewertet den gesamten Arsenal-Kader mit 1,23 Milliarden Euro, wovon 440 Millionen Euro auf die Spieler der Rotation entfallen – eine Investition, die sich eindeutig rechnet. 429 Millionen Euro wurden für die Spieler ausgegeben, die nun den Unterschied ausmachen.

Die Fähigkeit, auch mit frischen Kräften zu überzeugen, ist nicht nur ein Zeichen der Qualität, sondern auch der taktischen Flexibilität, die Arteta seinem Team verliehen hat. Arsenal hat bewiesen, dass es nicht nur einen, sondern zwei konkurrenzfähige Mannschaften hat – ein entscheidender Vorteil im Kampf um die Titel.