Ard, zdf und rtl teilen sich dfb-kracher: so läuft die nations league 2026/27
Der Kampf um die TV-Kontrolle ist entschieden: ARD, ZDF und RTL haben sich die sechs Deutschland-Spiele der Nations-League-Saison 2026/27 aufgeteilt. Die Fans müssen umschalten – und das nicht nur sportlich.
Die machtfrage: wer zeigt wen?
ARD und ZDF behalten die heimische Vorherrschaft. Die ARD übernimmt das erste Heimspiel am 27. September gegen Griechenland und das brisante Duell mit den Niederlanden am 16. November. Das ZDF sicherte sich das letzte Heimspiel gegen Serbien am 1. Oktober. RTL sichert sich die Auswärtstermine – und damit die Reiseziele mit den größten Geschichten. Der Auftakt führt die Nationalelf am 24. September nach Amsterdam. Danach geht es nach Athen und Belgrad.
Die Entscheidung folgt einem alten Muster: Heimspiele in der Öffentlichkeit, Auswärtsspiele beim Privatsender. Doch diesmal ist die Spannung größer. Julian Nagelsmanns Team trifft in Liga A auf drei Gegner, die sich nichts schenken. Griechenland hat sich neu erfunden, Serbien schlägt immer dann zu, wenn es niemand erwartet. Und die Niederlande? Ein Nachbar, der auch im Fußball keine Geschenke macht.

Die stimme hinter der kamera
Für RTL ist es mehr als ein Deal. Es ist eine Strategie. Der Sender baut seine Sport-Präsenz aus, nachdem er bereits die Champions-League-Rechte zurückerobern konnte. Die Nations League ist das nächste Etappenziel. Die ARD und das ZDF müssen sich dagegen fragen lassen, ob ihre Dominanz noch zeitgemäß ist. Die Gebührenzahler wollen sehen, was sie finanzieren – und ob sie es überhaupt sehen dürfen.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Über zehn Millionen Zuschauer verfolgten das letzte DFB-Spiel im Free-TV. Die Reichweite ist sicher. Doch die Zukunft ist ungewiss. Streaming-Dienste drängen auf den Markt, die DFL plant eine eigene Plattform. Die nächste TV-Rechte-Runde könnte alles infrage stellen.
Bis dahin bleibt die alte Regel: Wer zuhause ist, sieht ARD oder ZDF. Wer auswärts fiebert, muss zu RTL. Und wer gar nichts sehen will, der hat verloren – oder einfach keine Lust mehr auf dieses Spiel.
