Ard und zdf raus – dominik klein plant wm-comeback ohne kamera

Die Handball-WM rückt näher, doch ein vertrautes Gesicht fehlt im TV-Plan: Dominik Klein. ProSieben überträgt, die Öffentlich-Rechtlichen sind raus – und mit ihnen der Ex-Weltmeister als Studiogast.

Die quote war 60 prozent – und jetzt?

Sieben Millionen saßen vor der ARD, als Klein Angriffsvarianten auseinander nahm. Der Marktanteil stieg auf über 60 Prozent. Doch die Rechte liegen jetzt bei ProSiebenSat.1, und dort ist Klein kein Fixum. Kein Vertrag, kein festes Mikro – nur eine Lücke im Programmschema.

Der 42-Jährige nimmt es gelassen. „Guten Mutes und voller Hoffnung“, sagt er, klingt wie ein Mann, der schon während des Spiels auf der Tribüne sitzt und trotzdem mitten im Geschehen ist. Seine Idee: Side-Events. München, SAP Garden, deutsche Vorrunde – das passt wie ein Kreuzpass auf den Kreis. Klein ist Vorstand der Handballgemeinschaft München, baut mit Steffen Weinhold Profi-Strukturen auf. Wenn die DHB-Auswahl in seiner Stadt spielt, wird er dort sein – mit oder ohne Kamera.

Podcast statt livebild – die neue strategie

Podcast statt livebild – die neue strategie

Geplant: ein WM-Podcast, möglicherweise mit Klahn als Co-Host, dazu Social-Media-Clips, Fan-Q&A in der Arena, vielleicht sogar ein Pop-up-Studio im Foyer. Die Reichweite wird kleiner, dafür die Nähe größer. „Wir haben gelernt, dass Handball mehr ist als 60 Minuten Übertragung“, sagt Klein. Die EM hat’s bewiesen: Content jenseits des Spielfeldes zieht.

ARD und ZDF? Sie dürfen nur noch kurze Berichte ausstrahlen, keine Spiele. Für Klein also kein Sendeplatz, aber auch kein Ruhestand. Wer ihn sehen will, muss Instagram, TikTok oder eben München besuchen. Die alte TV-Ära endet – die neue beginnt in der dritten Reihe der Südtribüne, Mikro in der Hand, Blick aufs Feld, wo einst er selbst den Titel holte.

Die Botschaft: Ohne Reichweite ist auch mit Reichweite keiner sicher. Klein wird Teil der Euphoriewelle – nur eben auf eigene Rechnung.