Arbeloa wackelt: klopp, maresca, zidane – wetten auf den nächsten real-coach laufen bereits

Álvaro Arbeloa hat gegen Osasuna noch mit Vinícius Junior diskutiert, 48 Stunden später liegt Real Madrid vier Punkte hinter Barcelona – und in den Buchmachertools ist der Trainer schutzlose Nummer eins auf der Abschussliste.

Die Quoten sprechen eine deutliche Sprache: 2,75 fällt die Wette, dass Arbeloa vor Saisonende gehen muss. Kein anderer Klub Europas jagt seinen Coach derzeit mit solcher Vehemenz. Der Grund ist schnell erzählt: zwei Liga-Pleiten in Folge, Pokal-Aus gegen Zweitligist Albacete, dazu ein Spielstil, der weder die Kontrolle von Xabi Alonso noch die Seele von Arbeloas Idol Mourinho bietet.

Florentinos traum heißt klopp

Jurgen Klopp, seit Mai 2025 ohne Job, steht bei 5,00. Der Deutsche gilt beim Präsidenten als der einzige, der die Nach-Mourinho-Ära endlich abschließen kann. Das Problem: Klopp will sich ausruhen, seine Familie genießt das Leben ohne Flugzeug-Modus. Wer ihm zutraut, dass er schon im Winter einrückt, findet bei den Buchmachern keine nennenswerte Differenz – alle halten 5,00 für fair.

Unai Emery folgt mit 6,00, Zinedine Zidane mit 7,00. Bei letzterem glauben Insider, dass die 15 Monate Pause dem Franzosen gut getan haben – und dass er diesmal die Kader-Planung mitbestimmen dürfte. Die eigentliche Überraschung steht jedoch bei 10,00: Enzo Maresca. Der Italiener gewann mit Chelsea die Conference League und den Klub-Weltpokal, stritt sich aber mit der Blues-Führung über Transfer-Freigaben. Seine Spielphilosophie passt zu Madrids neuen jungen Akteuren, und er ist verhandlungsbereit – anders als Klopp.

Mourinho-remix oder interne lösung?

Mourinho-remix oder interne lösung?

José Mourinho, ebenfalls bei 10,00, pflegt weiterhin ein enges Verhältnis zu Perez. Doch der Präsident fürchtet einen erneuten Bruch mit der Umfeld-Realität. Die Alternative wäre ein interner Interimslösung: Raul Gonzalez wartet seit Jahren auf den Anruf, die Quote 15,00 signalisiert, dass die Buchmacher ihm kaum Chancen einräumen.

Die Zahlen sind gnadenlos: Seit Arbeloa übernahm, holte Real nur 1,73 Punkte pro Spiel – schlechter als unter Solari 2018/19. Das Bernabeu fordert sofortige Besserung, sonst wird die Trainerfrage zur Riesenbaustelle. Die Wettanbieter rechnen fest damit, dass Perez vor dem Clasico am 15. März einen Neuanfang wagen muss.

Madrid ist wieder einmal Schauplatz eines Hochgeschwindigkeits-Dramas. Die Entlassung Arbeloas gilt als wahrscheinlicher als ein Titel. Und die Quoten beweisen: Kein Job der Welt ist so kurzlebig wie der des Real-Coaches – schon wieder.