Antonelli wirbelt durch china: mercedes-doppelsieg, hamilton erlegt ferrari-fluch

Kimi Antonelli hat in Schanghai die Formel 1 in den Wahnsinn getrieben. Mit 19 Jahren und 137 Tagen schraubt der Mercedes-Junggeselle die zweitjüngste Sieger-Statue aller Zeiten aufs Podest – und lässt die Konkurrenz alt aussehen.

Der Große Preis von China endete mit einem Schlag: Antonelli vor Teamkollege George Russell, dahinter Lewis Hamilton in Rot. Erstmalig seit seinem Wechsel zu Ferrari steht der Brite auf dem Treppchen – und das direkt vor Charles Leclerc. Die Scuderia darf jubeln, die McLaren-Piloten dürfen gar nicht erst an den Start: Beide MCL60 bleiben in der Garage stehen, ein technischer Offenbarungseid.

Mercedes dominiert, ferrari findet sich neu

Die Silberpfeile liefern ab, was sie in Melbourne angekündigt haben: eine Doppelsieg-Maschine. Antonelli fährt mit kalter Intelligenz, Russell als verlässlicher Shadow. Die Strategieabteilung um James Vowles schickt zwei unterschiedliche Reisentöne ins Rennen, spielt mit verdeckten Motormappen und lässt die Konkurrenten ratlos zurück.

Ferrari indes zeigt sich gespalten. Hamilton nutzt die saubere Luft hinter dem Safety-Car, schaltet in den Angriffsmodus und erlegt den eigenen Fluch. Leclerc kontert mit schnellen Runden, verliert aber den Platz im Boxfenster – ein klassisches Scuderia-Drama in 2,1 Sekunden.

Die Daten liefern das Bild: Mercedes sammelt 87 von 88 möglichen Punkten nach zwei Rennen, Ferrari 58, Red Bull nur 34. Die Meisterschaft ist längst keine Frage der Psyche mehr, sondern der Aerodynamik.

Der tag, an dem mclaren nicht einmal startet

Der tag, an dem mclaren nicht einmal startet

Während der Kompressor in der Mercedes-Pressestelle überkocht, schaltet McLaren den Kompressor ab. Bremsdruck senkrecht auf Null, Hydraulik leckt, Startverweigerung. Andreas Seidl blickt in die Kameras wie ein Mann, der seinen Job schon auf Ebay reinstellt.

Die Folge: McLaren rutscht in der Konstrukteurs-WM auf Platz acht – hinter Aston Martin, vor nur noch sich selbst. Die Millionen-Investitionen in das neue Windkanal-Programm wirken wie ein schlechter Scherz.

Antonelli selbst bleibt cool. „Das Auto war ein Jet, ich nur der Pilot“, sagt er vor 150 chinesischen Journalisten und klingt dabei, als bestünde seine größte Sorge darin, das nächste TikTok-Video zu drehen. Tatsache ist: Er hat in 56 Runden mehr Geschichte geschrieben als andere in 56 Grand Prix.

Mit 44 Punkten Vorsprung vor dem drittplatzierten Verstappen führt Mercedes die Tabelle an – und die Saison ist noch jung. Wer jetzt noch auf Red Bull setzt, sollte vielleicht lieber Lotto spielen.