Antonelli brüllt in china: der 18-jährige schreibt formel-1-geschichte

18 Jahre, 78 Runden, ein Patzer und trotzdem ganz oben: Andrea Kimi Antonelli hat in Shanghai mit dem Hammer-Sieg seines Lebens die Königsklasse auf den Kopf gestellt. Die letzten Minuten im Cockpit der Mercedes fühlten sich für den Rookie wie „die längsten der Welt“ an – und endeten mit italienischem Champagner auf dem Podest.

Der patzer, der keinen sieg kostete

Drei Runden vor dem Ziel rutschte Antonelli in die Auslaufzone, bremste zu spät, Staubwolke statt Asphalt. „Ich dachte nur: Jetzt ist alles weg“, sagte er im Interview mit Fiorello auf Radio 2. Doch der Vorsprung reichte – und die Mechanik hielt. Hamilton, der den Stall geräumt hatte, schickte ihm sofort eine Sprachnachricht: „Respekt, Kleiner.“

Die Verwechslung mit Räikkönen am Podium? „Ich hab erst geguckt, wo der Finne bleibt“, lacht Antonelli. „Dann kapierte ich: Die meinen mich.“ Es war der erste italienische Sieg seit Monza 2020 – und der jüngste aller Zeiten.

Sinner, hamilton, bologna – das trio hinter dem talent

Sinner, hamilton, bologna – das trio hinter dem talent

Der 18-Jährige nutzte die Sendung, um Jannik Sinner einen Gefallen zurückzugeben. „Er hat Indian Wells mir gewidmet – ich widme ihm den Grand Prix. Fairer Deal.“ Für Tennis gibt’s noch Luft nach oben: „Rückhand? Lassen wir das.“ Dafür schlägt er beim Euro-Derby Bologna gegen Rom ein 1:0 vor – „damit die besten gewinnen“.

Die Next-Gen-Revolution ist lanciert. Antonelli liefert den Beweis: In der Formel 1 zählt nicht das Alter, sondern die Nervenstärke in Sekunde 5680. Die Uhr läuft – und die Konkurrenten haben bereits jetzt einen Rückstand von einem Sieg.