Ancelotti atmet auf: brasiliens wm-traum lebt!

Houston – Ein Herzinfarkt für die brasilianische Fußballnation! Nur durch einen Last-Minute-Treffer von Gabriel Martinelli gegen Japan (2:1) konnte Brasilien im Sechzehntelfinale der WM in Nordamerika, Kanada und Mexiko die Segel nicht kreuzen. Ein erleichterter, aber dennoch gelassener Carlo Ancelotti, der italienische Coach der Seleção, äußerte sich nach dem Spiel.

Die strapazen gehören dazu

Die strapazen gehören dazu

„Leiden gehört dazu“, sagte Ancelotti nach dem dramatischen Spiel. Zwar verzog er beim Siegtor keine Miene, doch im anschließenden Medienrummel huschte immer wieder ein Lächeln über sein Gesicht. Die Partie war ein echter Kraftakt, und die Frage, ob die brasilianischen Spieler nach den Vorrundenpartien gegen Norwegen und die Elfenbeinküste noch „stark genug“ seien, wischte Ancelotti mit einem Augenzwinkern beiseite.

„Ja, ja, wir sind stark genug! Wir schaffen das. Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dieser Weg muss weiter beschritten werden“, erklärte er entschlossen. Es war das erste Mal seit 2002, dass Brasilien bei einer Weltmeisterschaft ein Spiel nach einem Rückstand drehte – ein positives Zeichen im Hinblick auf das vorrangige Ziel: der sechste Stern.

Die Spieler feierten den Sieg ausgelassen, verwandelten das WM-Stadion von Houston in ein riesiges Sambodrom. Ancelotti hingegen, der mit seinen 67 Jahren die Erfahrung reifer Gelassenheit verkörpert, weiß um die noch ausstehenden Herausforderungen. Die Erinnerung an das 1:1 gegen Marokko zum Turnierstart in East Rutherford, dem potenziellen Austragungsort des Finales, ist noch frisch.

„Wir müssen uns weiter verbessern“, forderte Ancelotti, bevor er seinen Spielern eine wohlverdiente Pause gönnte. Die Erholung steht nun im Vordergrund, bevor am Sonntag das Achtelfinale ansteht. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die brasilianische Mannschaft den Druck einer Weltmeisterschaft wirklich verkraftet und ihren Traum vom WM-Titel 2026 tatsächlich Wirklichkeit werden lassen kann.