Ammann springt noch einmal: der skilegende winkt die 30. saison!
Ein Comeback, das viele überrascht: Simon Ammann, der viermalige Olympiasieger, plant seine 30. Weltcup-Saison im Skispringen. Nach einer enttäuschenden Wintersaison und dem verpassten achten Olympia-Start in Cortina und d’Ampezzo 2026 scheint der 44-Jährige noch lange nicht genug zu haben.
Die enttäuschung und die neue motivation
Die vergangene Saison war für den Schweizer Skisprung-Star alles andere als ideal. Er verlor seinen Weltcup-Startplatz und pendelte zwischen dem A- und B-Kader. Felix Trunz, ein junger Sprungtalent, verdrängte ihn letztlich sogar aus dem Team für die Olympischen Winterspiele. Ammann schloss die Saison mit lediglich 41 Punkten auf dem geteilten 46. Rang ab – ein Ergebnis, das in seiner Karriere beispiellos war.
Doch statt den Nagel auf den Kopf zu schlagen, hat Ammann, unterstützt von seinem Cheftrainer Bine Norcic, entschieden, weiterzumachen. „Simon macht weiter. Ich werde mit ihm die neue Saison planen“, so Norcic gegenüber dem „Blick“. Die Entscheidung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Ammann in den letzten Jahren immer wieder mit Formschwankungen zu kämpfen hatte.

Klare richtlinien für die zukunft
Die Vorbereitung auf die kommende Saison beginnt im Mai. Teamchef Joel Bieri hat jedoch deutlich gemacht, dass es keine Kompromisse geben wird. „Er ist sehr motiviert. Ich bin überzeugt, dass wir im Sommer weitere Schritte nach vorne machen können“, äußerte sich Norcic optimistisch, betonte aber gleichzeitig die Notwendigkeit klarer Resultat-Richtlinien. „Anhand dieser wird entschieden. Raum für Diskussionen gibt es da keine.“
Es bleibt abzuwarten, ob der 44-Jährige die erforderliche Form erreichen kann, um sich für den Weltcup-Kader zu empfehlen. Doch eines ist sicher: Simon Ammann ist ein Kämpfer, der sich immer wieder neu erfindet. Seine 30. Saison wird zweifellos ein spannendes Kapitel in seiner beeindruckenden Karriere.
