Ambri-piotta schlägt zu: kodýtek kommt und bringt 104 liiga-punkte mit
Die Leventina schlägt wieder zu – und diesmal mit einem Tschechen, der in Finnland Feuer gezeigt hat. Petr Kodýtek, 27, unterschreibt für zwei Jahre beim HC Ambri-Piotta. 104 Scorerpunkte in 165 Liiga-Spielen: Das ist kein Transfer, das ist eine Kampfansage.
Warum kodýtek passt wie ein handschuh aufs gottardo-eis
Headcoach Jussi Tapola wollte einen Center, der nicht nur punkten kann, sondern auch die Seele des Teams schluckt. Kodýtek hat beides bewiesen: in Plzen, wo er 145 Punkte für seinen Stammclub sammelte, und in Helsinki, wo er die IFK-Anhänger mit seinem harten Vorwärts-Play elektrisierte. 57 Länderspiele für Tschechien, WM-Erfahrung, ein Ruf als „unbequemer Gegner“ – das passt ins Bild von Ambri, das seit jeher mit Herz und Schienbein überlebt.
Die sportliche Leitung um Sporting Director Michel Riesen verlangte drei Dinge: Wettbewerbsgeist, Verantwortung, Identifikation. Kodýtek lachte: „Ich spiele nicht für das Logo auf dem Trikot, ich spiele für das Gesicht dahinter.“ Das sagte er am Telefon, bevor er unterschrieb. Die Zahl, die den Verantwortlichen gefiel: 54 % seiner Liiga-Tore erzielte er vor dem Tor, dort, wo es weh tut.

Die botschaft an die konkurrenz: ambri will nicht nur überleben, sondern drücken
Mit Kodýtek rückt Tapolas System näher an die finnische Liiga heran: schnelles Umschaltspiel, enge Stürme, ein Center, der als erster Mann back-checkt und als letzter Mann den Puck im Netz versenkt. Die Biancoblu haben in den letzten zwei Jahren 18 One-Goal-Games verloren – Kodýtek soll diese Marathonsiege drehen. Intern heißt es: „Wir holen uns den Punktejäger, der in Helsinki gelernt hat, dass drei gegen drei in der Overtime kein Glücksspiel ist, sondern Schach auf Eis.“
Die Fans haben bereits ein neues Lied probegesungen: „Kodý, Kodý, Kodý, oh oh oh“ – geklaut vom Eishockey-WM-Trip nach Prag, wo sie ihn 2023 live sahen. Die Gottardo-Arena wird am ersten Spieltag kochen. Kodýtek selbst will sich keinen Druck machen: „Ich bin kein Messias, ich bin ein Arbeiter. Aber ich arbeite gern in der Hitze.“
Die Konkurrenz in der National League hat gewarnt: Wer in der Leventina nur noch das kleine Ambri sieht, wird von Kodýteks Schlittschuh erwischt. Die Uhr tickt – Saisonstart in 97 Tagen. Der Tscheche ist schon da und trainiert laut Klubangaben dreimal täglich. Ein Satz bleibt hängen: „Ich bin nicht gekommen, um zu überwintern. Ich bin gekommen, um zu überraschen.“
