Altmaier zerquetscht martínez: endlich! der erste sieg 2026 ist da

30 Minuten reichten. 30 Minuten, um eine Saison voller Frust zu vergessen. Daniel Altmaier jagte am Dienstagabend in Bukarest die Dunkelheit weg – 6:1, 6:4 gegen Pedro Martínez, der erste Tour-Sieg nach acht Niederlagen in Folge.

Der 27-Jährige trat nicht an, er explodierte. Schon beim Aufwärmen schlug er die Bälle so tief ins Eck, dass Martínez die Kappe zog – symbolisch. Dann ging’s los: Zweimal Break zum 4:0, ein Aufschlagwinner nach dem anderen, 22 Winner im ersten Satz, 86 % Punkte hinter der ersten Vorhand. Der Spanier wirkte wie ein Statist, der vergessen hatte, dass man auch zurückschlagen darf.

Der zweite satz wurde ein krimi – und ein lehrstück

Der zweite satz wurde ein krimi – und ein lehrstück

Martínez stellte um, spielte höher, langsamer, schuf zwei Breakbälle beim 2:1. Altmaier antwortete mit einem Inside-In-Forehand, so flach, dass der Ball kaum Spin mitnahm – Break weg, Momentum zurück. Bei 5:4 schlug er einen Vorhand-Longline, den das Stadion schon als Winner abfeierte, doch der Linienrichter hob den Daumen. Hawk-Eye? Nicht nötig. Altmaier lachte, servierte auf, Martínez’ Return landete im Netz. Match.

Die Zahl, die ihm die Schultern entlastet: 0. Zuvor hatte er in der ATP-Tour 2026 keinen einzigen Satz geholt. Die Zahl, die ihm Selbstvertrauen gibt: 14 – seine Siege auf Sand seit 2023, nur Musetti und Cerúndolo holten mehr unter deutschen Passinhabern.

Im Achtelfinale wartet Dino Prizmic, 19 Jahre jung, Kroate, frisch aus der Quali. Der hat in den letzten 14 Tagen 11 Matches gewonnen. Altmaier kennt die Statistik, lacht sie aber weg: „Ich spiele jetzt Tennis, nicht Excel.“

Derweil in Bogotá: Marko Seidel schied bereits in Runde eins aus, deutsche Horrorbilanz also ungebrochen. Aber wer nach acht Niederlagen noch in die Romania-Open fliegt, um sich selbst zu retten, der darf reden. Oder einfach nur zuschlagen.