Alonso schießt gegen formel 1: "schlimmstes auto in monaco"

Fernando Alonso ließ es am Freitag im Qualifying des Großen Preises von Monaco kräftig krachen – im übertragenen Sinne. Der Spanier wetterte nach einem frustrierenden freien Training lange über die aktuelle Generation der Formel-1-Boliden und brachte seine Unzufriedenheit mit der technischen Ausrichtung der Königsklasse deutlich zum Ausdruck. Ein Rennen im Mittelfeld, wie es für seinen Aston Martin AMR26 erwartet wurde, scheint in weiter Ferne zu liegen.

Die bremse als größeres problem

Die bremse als größeres problem

Alonso, der zweifache Weltmeister, machte seine Kritik nicht an der Strecke selbst fest, sondern an den Autos. „Es ist die schlechteste Generation von Autos, die ich jemals in Monaco gefahren bin“, teilte er mit, ein klares Statement, das für Aufsehen sorgte. Doch die Probleme gehen weit über seine persönliche Einschätzung hinaus. Der Aston Martin scheint auf allen Streckenkursen zu schwächeln – sowohl auf Strecken, die Motorkraft erfordern, als auch auf solchen, die Kurvenreich sind. Die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität ist offensichtlich.

Das Kernproblem liegt laut Alonso in der Inkonsistenz des Bremskraftrückgewinnungssystems. „Es gibt viel Inkonsistenz in der Motorbremse des Autos. Die Art und Weise, wie die Batterie beim Bremsen oder beim Wegnehmen des Gasfußes aufgeladen wird, ist unvorhersehbar. Manchmal gibt es sie, manchmal nicht. Wenn die Batterie voll ist, gibt es keine Motorbremse“, erklärte er. Diese Unberechenbarkeit erschwert das Fahren erheblich und nimmt ihm die Kontrolle.

Das Chaos im freien Training

Der Freitag lief für Alonso alles andere als optimal. Nach einem Kontakt mit der Mauer im freien Training 1 folgten im zweiten Training weitere Schwierigkeiten. „Es war ein totaler Aussetzer“, fasste er zusammen. Das Fehlen von Grip, insbesondere in der Vorderachse, und ein chronisches Untersteuern, das sich nicht beheben ließ, trugen zu seiner Frustration bei. Auch die Getriebeprobleme, die ihn immer wieder plagen, machten ihm zu schaffen – sowohl beim Anfahren als auch beim Schalten. Die Rekuperationsproblematik verschärft die Situation zusätzlich, insbesondere in den engen Kurven von Monaco, wo Präzision und Vertrauen entscheidend sind.

„Wir haben ein paar Änderungen an der Abstimmung vorgenommen, werden heute Abend weitere durchführen und hoffen, die Situation zu verbessern. Im Moment ist es jedoch kompliziert“, gab er zu. Die Sorgen sind groß, und die Zeichen stehen nicht auf eine Verbesserung. Der Vorfall mit der Wand im freien Training 1 diente als deutliche Warnung.

Doch Alonso geht weiter, trotz der widrigen Umstände. Er hält an seiner Meinung fest, dass die aktuelle Generation von Hybridautos in der Formel 1 keinen Platz haben sollte. „So sind die Regeln. Hybridautos sollten nicht in der Formel 1 fahren, das ist so einfach“, schloss er. Eine deutliche Ansage, die die Debatte über die Zukunft der Formel 1 neu entfacht.