Alonso bricht am heimspiel dramatisch aus – aston martin in der krise?
Ein Schock für Aston Martin und seine Fans: Fernando Alonso musste beim Großen Preis von Barcelona-Catalunya nur wenige Runden vor Schluss einen ungewöhnlichen Abbruch verkünden. Vor den Augen seiner treuen Anhänger, die die Strecke liebevoll „AlonsoLand“ getauft haben, versagte der Motor seines AMR26 – und das deutet auf tiefgreifende Probleme beim britischen Rennstall hin.
Die batterie als ursache? ein rückschlag für honda
Die Ursache für Alonsos Ausfall scheint eine defekte Batterie zu sein. Der Spanier selbst äußerte nach dem Rennen: „Ich glaube, es ist die Batterie. Man hat mich über Funk aufgefordert, anzuhalten und aus dem Auto zu steigen, weil es unsicher war.“ Honda, der Motorenlieferant von Aston Martin, übernahm die Verantwortung und bestätigte ungewöhnliche Datenmuster im Batteriemanagementsystem. Besonders bitter: Die Batterie war erst wenige Stunden zuvor ausgetauscht worden. Das Problem, das bereits in Australien zu frühen Rennenden geführt hatte, meldet sich also erneut.
Shintaro Orihara, der Ingenieurchef von Honda am Streckenrand, erklärte: „Während des Rennens haben wir anomale Verhaltensweisen in den Daten der Batterie des Autos #14 festgestellt und ihn zum Anhalten aufgefordert.“ Diese Häufung von technischen Defekten wirft ernsthafte Fragen nach der Zuverlässigkeit der Aston Martin-Boliden auf.

Stroll leidet ebenfalls – aston martin unter druck
Auch Lance Stroll, Alonsos Teamkollege, hatte ein enttäuschendes Wochenende. Er klagte über Probleme beim Schalten, konnte den 42:0-Sieg Alonsos am Samstag jedoch noch egalisieren. Aber auch für ihn war das Rennen durch die technischen Probleme abrupt beendet. „Ich konnte im Laufe mehrerer Runden nicht in den dritten oder vierten Gang schalten. Wir müssen das untersuchen“, so Stroll.
Aston Martin steht somit vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Leistungssteigerungen, die versprochen wurden, scheinen sich noch in der Ferne zu befinden. Alonso selbst drückte seine Frustration in der Qualifikation aus: „Ein schlechter Motor, die schlechteste Energieverteilung, schlechte Aerodynamik.“ Seine Worte sind ein deutlicher Spiegel des Dilemmas, in dem sich das Team befindet.
Orihara betonte: „Wir untersuchen, was mit der Batterie passiert ist. Es ist besonders unglücklich, dass es Fernando in seinem Heimrennen getroffen hat.“ Die Verantwortlichen in Silverstone und Sakura müssen nun fieberhaft an Lösungen arbeiten. Alonso gab vorsichtig an, dass Verbesserungen in „fünf Rennen“ erwartet werden könnten, während Stroll auf Spa oder Budapest hofft.
Die nächste Hürde ist der Grand Prix in Österreich, ein weiterer Test für die Schwächen des AMR26. Aston Martin befindet sich in einem freien Fall. Die Frage ist, ob das Team seine Probleme in den Griff bekommen kann, bevor es endgültig den Anschluss an die Spitze verliert. Der Traum von den vorderen Positionen scheint in weiter Ferne, und die Fans von Fernando Alonso müssen sich auf weitere turbulente Wochen einstellen.
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