Almería: schiedsrichter-chaos trübt aufstiegskampf
Die Saison der UD Almería ist von Höhen und Tiefen geprägt, doch immer wieder fallen Schiedsrichterentscheidungen ins Gewicht, die den schwankenden Leistungen des Teams zusätzlich Salz ins Wunden legen. Der Kampf um den direkten Aufstieg in die erste Liga wird so zu einem nervenaufreibenden Balanceakt zwischen eigener Leistung und fragwürdigen Pfiffen.

Frust beginnt früh: der rote lopy und weitere kontroversen
Schon in der vierten Spielrunde deuteten sich die Probleme an. Gegen Racing Santander führte ein frühzeitiger, vermeintlich überhartes Kartenverhältnis – der Rote Lopy – zum Wendepunkt. Almería ging zwar mit 2:0 in Führung, doch die Überzahl ermöglichte Santander die Wende. Doch das war nur der Auftakt einer Serie von fragwürdigen Entscheidungen. Eine Woche später in Valladolid wurde die Aufregung noch größer. Ein reguläres Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben, ein später Elfmeter für Valladolid und ein weiteres Tor für die Heimmannschaft, das ebenfalls aufgrund von Abseitsdiskussionen hätte annulliert werden müssen, trugen zu einem unglücklichen Ergebnis bei.
Auch in A Coruña wurden zwei glatte Rote Karten für Fouls gefordert, die dem Lopy-Verstoß gegen Santander ähnelten, doch der VAR blieb stumm. Im Heimspiel gegen Ceuta kulminierte die Frustration in einem umstrittenen Elfmeter für die Gäste, den Bonini gegen Anuar gepfiffen wurde. In Miranda wurde eine mögliche Rote Karte für Baba aufgrund der schnellen Genesung des Spielers nicht weiter verfolgt. Selbst in Huesca führte eine unglückliche Situation, in der Baptistao Pulido im Zweikampf streifte, zu einem Platzverweis – eine Szene, die dem VAR in Santander bereits zu einem Rätsel geworden war, als Lopy ebenfalls früh Rot sah.
Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: Laut einer Analyse von ‘Archivo VAR’ ist Almería eines der am stärksten von Schiedsrichterfehlern benachteiligten Teams. Mit drei Fehlentscheidungen, die direkte Auswirkungen auf die Ergebnisse hatten, befindet sich Almería auf Augenhöhe mit Albacete, Córdoba und Sporting Gijón. Der Castellón liegt mit fünf Fehlentscheidungen an der Spitze, gefolgt von der Cultural Leonesa mit vier. Bemerkenswert ist, dass der CTA (Komitee für technische Fußballschiedsrichter) keinerlei Fehler gegen Almería in seinem wöchentlichen ‘Tiempo de Revisión’ Programm eingeräumt hat – ein Fakt, der im Verein für Verwunderung sorgt.
Doch es ist nicht nur das Schiedsrichterwesen, das Almería bremst. Der eigentliche Knackpunkt liegt in den Fehlleistungen in direkten Duellen gegen die direkten Konkurrenten um den Aufstieg. Hier müssen die Spieler und das Trainerteam dringend ansetzen, um die Saison doch noch positiv zu gestalten. Die Schiedsrichter sind nur ein Teil des Puzzles, die eigene Leistung muss stimmen, um den Aufstieg zu realisieren.
