Alisha lehmann: vom bsc young boys zum leicester-abstieg – und die ersten gehaltsvorstellungen
Die Fußballwelt kennt Alisha Lehmann vor allem als Social-Media-Star mit über 15 Millionen Followern. Doch hinter der glitzernden Fassade verbirgt sich eine beeindruckende Karriere, die vor kurzem einen bitteren Tiefpunkt erreichte: Der Abstieg mit Leicester City. Im Gespräch mit dem Magazin „Players“ blickt die Schweizer Nationalspielerin zurück auf ihre Anfänge und die finanziellen Unterschiede zwischen damals und heute.
Die bescheidenen anfänge in der schweiz
Vor zehn Jahren startete Lehmann ihre Profikarriere bei den Frauen des BSC Young Boys. Ihr erster Vertrag? Ein stolzes Gehalt von 1.600 Pfund, umgerechnet etwa 1.800 Euro, im Monat. „Ich glaube, in meinem ersten Vertrag verdiente ich etwa 1.600 Pfund“, so Lehmann. Ein Betrag, der im krassen Gegensatz zu ihren heutigen Einnahmen steht, die durch Social-Media-Kooperationen und lukrative Verträge zusätzlich angefacht werden.
Die frühen Jahre waren geprägt von Leidenschaft und dem reinen Fußballfieber. „Wenn man etwas so sehr liebt, ist einem das Geld egal“, erklärt Lehmann. „Es war das Gefühl, die Freude beim Toreschießen.“ In der Saison 17/18 erzielte sie beeindruckende 16 Tore, was ihr den Wechsel nach England zu West Ham United ermöglichte.

Der sprung nach england: ein riskantes unterfangen
Der Transfer auf die Insel war ein mutiger Schritt, der Lehmann viel abverlangte. „Ich habe mich einfach in den Fußball verliebt. Und dann dachte ich: ‚Ich glaube an mich. Wenn ich mehr erreichen will, muss ich die Schweiz verlassen und nach England gehen.’“ Der Umzug war alles andere als einfach, insbesondere die Sprachbarriere stellte eine große Herausforderung dar. Ihr damaliger Trainer und Mentor, Matt Beard, unterstützte sie dabei maßgeblich. „Er hat mir sehr geholfen, weil mein Englisch so schlecht war, als ich nach England kam, und ich große Schwierigkeiten hatte. Nach dem Training ging ich manchmal in sein Büro, und wir benutzten Google Translate.“

Von everton bis leicester: eine wechselvolle karriere
Nach West Ham folgten Stationen bei Everton, Aston Villa, Juventus Turin und Como. Im vergangenen Winter kehrte Lehmann dann nach England zurück und schloss sich Leicester City an. Doch die Saison endete enttäuschend mit dem Abstieg in die Championship. Aktuell fällt sie aufgrund einer Wadenverletzung aus und wird auch in der WM-Qualifikation gegen Malta und Nordirland fehlen.
Die Ironie des Schicksals: Lehmann, die einst für ihre Tore und ihre Leidenschaft bekannt war, erlebt nun den bitteren Nachgeschmack des Abstiegs. Doch ihre Geschichte zeigt, dass harte Arbeit, Mut und die Liebe zum Fußball auch in schwierigen Zeiten Früchte tragen können. Ihre Entwicklung von einer jungen Spielerin mit einem bescheidenen Gehalt zu einer international bekannten Persönlichkeit ist ein Beweis dafür.
