Algerien will bei der wm 2026 überraschen – kann petkovic das schaffen?

Algerien blickt mit Entschlossenheit auf die Weltmeisterschaft 2026. Angesichts einer vermeintlich machbaren Gruppe mit Argentinien, Jordanien und Österreich liegt die Chance auf dem VfB-Trainer Vladimir Petkovic, mit seinem Team für Furore zu sorgen, offen. Doch die Vergangenheit mahnt zur Vorsicht.

Petkovic setzt auf taktische flexibilität und offensive

Der bosnische Coach, bereits erfahren durch seine Zeit bei der WM 2018 mit der Schweiz, bringt eine beeindruckende Bilanz mit nach Algerien. In der Qualifikation war Algerien das Team mit den meisten Siegen in der CAF (8, gegenüber 7 im Jahr 2010). Petkovic’s Philosophie basiert auf Ballbesitz, aggressivem Pressing und schnellen Umschaltbewegungen. Er erwartet ein dynamisches Spiel, das den Gegnern das Leben schwer macht.

Das Herzstück der algerischen Mannschaft bildet zweifellos das zentrale Mittelfeld. Mit Spielern wie Ismaël Bennacer (Milan), Houssem Aouar (Al-Ittihad) und dem jungen Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) verfügt Algerien über eine hohe spielerische Qualität und die Fähigkeit, das Spiel zu kontrollieren und nach Ballverlust schnell wiederzugewinnen. Diese zentrale Achse ist entscheidend für Petkovic’s Spielidee.

Defensive schwächen und die suche nach konstanz

Defensive schwächen und die suche nach konstanz

Doch es gibt auch Schattenseiten. Die Defensive wirkt anfällig und instabil, insbesondere bei schnellen Kontern. Algerien hat in der Vergangenheit Schwierigkeiten gezeigt, über die Gruppenphase hinauszukommen. Nur einmal, bei der WM 2014 in Brasilien, schaffte es das Team, das Viertelfinale zu erreichen. Die mangelnde Konstanz über das gesamte Turnier hinweg war stets ein Problem. Die Tatsache, dass Algerien seit 2014 nur ein weiteres Spiel bei einer WM gewonnen hat (4:2 gegen Südkorea 2014), unterstreicht diese Herausforderung.

Ein Name, der in dieser WM besonders ins Auge fällt, ist Mohamed Amoura (Wolfsburg). Der Flügelspieler war einer der prägenden Spieler in der Qualifikation, erzielte in 10 Spielen 10 Tore und war an 58% aller algerischen Tore direkt beteiligt. Seine Schnelligkeit, sein Torinstinkt und sein unbedingter Wille, sich durchzusetzen, machen ihn zu einer Schlüsselfigur für Algerien. Wenn Amoura seine Form des Jahres in das Turnier einbringen kann, könnte Algerien tatsächlich die Gruppe J rocken.

Die Vorfreude auf die WM 2026 ist groß, doch die algerischen Fans wissen, dass viel harte Arbeit und taktische Finesse erforderlich sind, um die Erwartungen zu erfüllen. Die Erinnerung an vergangene Enttäuschungen ist noch frisch, aber mit einem Trainer wie Petkovic und einer Mannschaft voller talentierter Spieler ist ein Überraschungsmoment durchaus denkbar. Die Welt wird gespannt sein, ob Algerien sein Potenzial ausschöpfen und die Fußballwelt überraschen kann.