Alexander-arnold wird in madrid auseinandergenommen
Der englische Europameister lief am Sonntagabend zum zweiten Mal in Folge in der Startelf von Real Madrid auf – und wurde zum Buhmann des 2:1 gegen Celta Vigo. Was er offensiv einbrachte, zerstörte er in 90 Minuten mit zwei Standard-Schlafmomenten hinten.
Der moment, der alles auslöste
In der 25. Minute stand Alexander-Arnold an der Mittellinie, sah zu, wie Williot Swedberg startete, reagierte einen Herzschlag zu spät und war anschließend nur noch Jogger. Swedberg bediente Borja Iglesias, 1:1, die Bernabéu piff, die spanische Presse schrieb „Desastre“ in fetten Lettern. Dass Federico Valverde in der 88. Minute noch den Siegtreffer erzielte, half dem Rechtsverteidiger kaum – die Kritik hatte längst Fahrt aufgenommen.
Albert Ortega, früher Radio Marca, jetzt Yahoo Deportes, schrieb den Satz, der in Madrid die Runde macht: „Trent versteht Fußball nur mit Ball. Ohne Ball hat er keinen Plan, keine Orientierung, keinen Einsatz.“ Die Zeitung Marca legte nach: „Jeder, der Liverpool gesehen hat, wusste, dass er kein Verteidiger ist. Die Frage ist nur: Will er es nicht oder kann er es nicht?“

Klopp plötzlich auch im fadenkreuz
Die Diskussion eskalierte, weil plötzlich Jürgen Klopp mit hineingezogen wurde. Madrider Kommentatoren warfen dem ehemaligen Liverpool-Coach vor, Alexander-Arnold jahrelang in einer Rolle gelassen zu haben, die dessen Defizite kaschierte. „Niemand hat ihm mehr Minuten gegeben als ich“, hatte Klopp einst gesagt – jetzt wird das Zitat gegen ihn verwendet. Die Botschaft: Er habe den Spieler verzogen.
Für Carlo Ancelotti ist die Lage ungemütlich. Er muss sich entscheiden: Wieder auf Dani Carvajal warten oder einen defensiven Außenbauer verpflichten? Alexander-Arnolds Vertrag läuft 2026 aus, ein Festpreis von 70 Millionen Euro galt bislang als Schnäppchen. Nach 180 Minuten in weiß ist der Preis schon wieder im Sinkflug.
