Alcaraz verliert den thron? sinner rückt vor – analyse der weltrangliste
Carlos Alcaraz, der junge Shootingstar des Tennis, könnte seinen Status als Weltranglistenerster bereits vor Roland Garros verlieren. Ein überraschender Umstand, der vor allem durch die veränderte Ranglistenrechnung und Jannik Sinners Comeback nach seiner Dopingsperre ermöglicht wird. Die Frage ist: Kann Alcaraz seine Punkteverteidigung meistern oder wird Sinner die Chance nutzen, die Spitze zu stürmen?

Die veränderten kräfteverhältnisse im blickpunkt
Letztes Jahr dominierten Alcaraz und Sinner die Tenniswelt mit sechs direkten Duellen, wobei Sinner aufgrund seiner dreimonatigen Sperre nach einem positiven Dopingtest mit Clostebol teilweise ausfiel. Der erste Vergleich des Jahres fand im Rom-Turnier statt, nachdem Sinner seine Strafe abgesessen hatte. Doch nun verschiebt sich die Dynamik. Während Alcaraz im vergangenen Jahr eine herausragende Saison auf Sand hatte, war Sinners Auftritt durch die Sperre stark beeinträchtigt. Das bedeutet, dass Sinner dieses Jahr deutlich mehr zu gewinnen hat und Alcaraz potenziell Punkte einbüßen kann.
Die Ranglistenmathematik ist komplex. Alcaraz startet mit 13.590 Punkten, muss aber bis zum Beginn von Roland Garros 2.500 Punkte aus seinen Erfolgen in Monte Carlo und Rom sowie 330 Punkte aus dem Godó abgeben. Lediglich der Godó (bei einem Sieg) und der Mutua Madrid Open (maximal 1.000 Punkte) bieten die Möglichkeit, diese Verluste auszugleichen. Ein frühes Ausscheiden in Monte Carlo oder Rom würde die Situation zusätzlich verschärfen.
Sinner hingegen beginnt mit 12.400 Punkten und muss lediglich die 650 Punkte aus dem Rom-Finale verteidigen. Die beiden Masters 1000 Turniere in Monte Carlo und Madrid bieten ihm die Chance, bis zu 2.000 Punkte zu gewinnen, und das ATP 500 Turnier in München eröffnet weitere Möglichkeiten. Sollte Sinner in Rom den Titel verteidigen, kämen noch 350 Punkte hinzu. Eine nahezu perfekte Sandplatzsaison könnte ihn auf bis zu 15.250 Punkte bringen – mehr als Alcaraz realistisch erreichen kann.
Die europäische Sandplatzsaison ist zudem von höchstem Niveau geprägt. Selbst Rafael Nadal, der
