Alcaraz kämpft mit unwohlsein – barcelona open in gefahr?

Ein kleiner Schock für Tennis-Fans: Carlos Alcaraz, der Weltranglisten-Zweite, musste beim Barcelona Open kurzzeitig behandelt werden. Der Sieg gegen den Qualifikanten Otto Virtanen war zwar Tatsache, doch die Umstände lassen Fragen offen.

Die ungewohnte belastung scheint der junge star zu fordern

Die ungewohnte belastung scheint der junge star zu fordern

Der Spanier selbst sprach nach dem Match von „einem kleinen Kampf“ und beschrieb, wie er bereits am Morgen vor dem Spiel mit dem Turnier in Barcelona in Kontakt kam. Die Bedingungen auf dem Platz seien „komplett anders“ gewesen. Schon in seinen ersten drei Aufschlagspielen musste Alcaraz vier Breakbälle abwehren, ein deutliches Zeichen für seine angeschlagene Form.

Stechende Schmerzen im Handgelenk sorgten dann für einen weiteren Moment der Besorgnis. Der Physiotherapeut wurde gerufen, Alcaraz erhielt eine Massage und Salbenbehandlung. Die Beschwerden, die insbesondere bei Vorhandschlägen auftraten, wurden von Alcaraz auf die fehlende Regenerationszeit zurückgeführt. „Es ist einfach ein Unwohlsein, das bei so wenigen Tagen Erholung auftaucht, wenn alles direkt aufeinander folgt“, erklärte der siebenfache Grand-Slam-Sieger.

Die Szene wirft ein schlechtes Licht auf die Belastungsfähigkeit des jungen Spaniers, der in der Vorwoche noch das Finale in Monte Carlo erreicht hatte. Sechs Matches in acht Tagen sind eine enorme Belastung, und die kurzfristige Anreise nach Barcelona scheint dem Körper zusätzlich zugesetzt zu haben. Doch Alcaraz beruhigte die Fans: „Diese Beschwerden hatte ich schon einmal, und sie haben nie zu etwas Ernstem geführt. Hoffen wir, dass es diesmal genauso ist.“

Für sein Viertelfinalmatch gegen Tomas Machac am Donnerstag plant Alcaraz nun, sich gezielt zu erholen, bei Bedarf sogar zu pausieren. Das Hauptziel sei es, „in bestmöglicher Verfassung auf dem Court zu stehen.“ Ob der Starspieler seinen Rhythmus wiederfindet und Barcelona nicht vorzeitig verlassen muss, bleibt abzuwarten. Der Druck ist hoch, die Erwartungen ebenso.