Alberto tomba zündet flamme: ski-legende eröffnet mailänder winterspiele

Alberto tomba zündet flamme: ski-legende eröffnet mailänder winterspiele

Mit insgesamt 50 Weltcupsiegen, dreimaligem olympischen Gold, zwei WM-Titeln und einem Gesamtweltcupsieg gehört Alberto Tomba zu den größten Skifahrern aller Zeiten. Bei den diesjährigen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo wird ihm eine besondere Ehre zuteil. Lange wurde spekuliert, wer die olympische Flamme entzünden darf, und nun ist es offiziell: Tomba und Deborah Compagnoni werden die Eröffnungszeremonie prägen.

Die entscheidung ist gefallen

Wie die Gazzetta dello Sport zuerst berichtete, wird Alberto Tomba das Feuer bei der offiziellen Zeremonie in Mailand entfachen. Deborah Compagnoni zündet die zweite Flamme auf der Piazza Dibona im Herzen von Cortina d’Ampezzo. Beide italienischen Ski-Legenden können jeweils auf drei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen zurückblicken und sind die erfolgreichsten Wintersportler Italiens.

„Tomba la bomba“ – eine ikone des skisports

„Tomba la bomba“ – eine ikone des skisports

Besonders Alberto Tomba gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten des alpinen Skirennsports. In den späten 1980er- und 1990er-Jahren dominierte er insbesondere Slalom und Riesenslalom. Seine charismatische Ausstrahlung, aggressive und elegante Fahrweise sowie sein Gespür für den großen Auftritt machten ihn zu einem Superstar.

Von der pasta zur piste: tomba’s ungewöhnlicher weg

Geboren am 19. Dezember 1966 in der Nähe von Bologna, einer Stadt eher bekannt für ihre Pastasauce als für alpine Hänge, entdeckte Tomba seine Leidenschaft für den Skisport früh. Seine Familie verbrachte viel Zeit in den Dolomiten, wo er das Skifahren erlernte. Schon als Kind zeigte er außergewöhnliches Talent und wurde schnell in die Nachwuchskader des italienischen Skiverbands aufgenommen.

Der aufstieg zum superstar

Sein Weltcupdebüt gab er im Dezember 1985. Es dauerte nicht lange, bis er mit seinem kompromisslosen Stil die internationale Konkurrenz dominierte. Sein erster Weltcupsieg gelang ihm 1987 in Sestriere. Der eigentliche Durchbruch kam bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary, wo er Gold im Slalom und Riesenslalom gewann.

Titel, affären und ein image als lebemann

Tomba sammelte im Laufe seiner Karriere zahlreiche Titel: Drei olympische Gold- und zwei Silbermedaillen, zwei Weltmeistertitel, acht Disziplinen-Siege im Weltcup und ein Gesamtweltcupsieg. Er ist der einzige Skirennläufer, der in zwölf aufeinanderfolgenden Jahren mindestens einen Weltcupsieg feiern konnte. Auch privat machte er Schlagzeilen, unter anderem durch eine Affäre mit Katarina Witt.

Nach der karriere: botschafter und schauspieler

Nach seinem Rücktritt 1998 blieb Tomba dem Skisport verbunden. Er engagierte sich für die Werte des Sports, unterstützte Nachwuchsrennen und war Botschafter im olympischen Umfeld. Ein Ausflug als Schauspieler verlief weniger erfolgreich, doch seine Popularität in Italien bleibt ungebrochen. Er wird bis heute wie ein Gott verehrt, wie er selbst sagt.

Eine ehre für eine legende

Am Freitag wird Alberto Tomba erneut im Rampenlicht stehen, mit einem Auftritt, der sinnbildlich für seine außergewöhnliche Karriere steht. Die Entzündung der olympischen Flamme ist eine verdiente Anerkennung für einen der größten Skirennläufer aller Zeiten.