Alba-co zockt 64.000 euro bei jauch – und lacht sich schlapp
Vladimir Bogojevic saß nicht auf der Bank, sondern im Hotseat. Der Co-Trainer von Alba Berlin drehte am Dienstagabend bei „Wer wird Millionär?“ den Tempo-Regler auf Anschlag und schlug sich wie ein Routinier durch den Fragenkatalog. 64.000 Euro rauschten auf sein Konto – und das, obwohl er sich selbst nicht für besonders schlau hält. „Ich bin Trainer, kein Quizmaster“, sagte er danach lachend.
Die meisten Zuschauer erkannten ihn sofort. 57 Länderspiele, zehn Jahre Bundesliga, 1999 mit Nowitzki bei der EM – die Basketball-Fans wissen, wer da antritt. Günther Jauch wusste es nicht und fragte trotzdem nach dem Beruf. „Co-Trainer“, sagte Bogojevic. „Aha, und was machen Sie beruflich?“ Die Antwort kam trocken: „Ich erkläre 2,10-Meter-Leuten, wo sie stehen sollen.“
Der moment, der alles entschied
Bei 64.000 Euro lag er mit 41 Prozent Zuschauer-Hilfe richtig: Die Easy-Rider-Bikes rollten nach New Orleans. Davor hatte er schon Zohran Mamdani als neuen New Yorker Bezirksbürgermeister aussortiert – mit dem 50:50-Joker. „Ich kenne den Typen nicht, aber seine Politik klingt nach Brooklyn, nicht nach Bronx“, begründete er die Wahl. Jauch lachte, das Publikum applaudierte. Die Entscheidung war ihm wichtiger als das Geld: „Wenn ich vor 16.000 Euro scheitere, erzählen das die Jungs im Training ewig.“
Telefonjoker Jonas Mattisseck, Albas Kapitän, schwitzte derweil zu Hause. „Ich bin 26 – Easy Rider hab ich nur vom Hörensagen“, gestand er später. Bogojevic hatte ihn kurz zuvor abgelehnt: „Zu jung für die Siebziger.“ Stattdessen rief er einen Kumpel an, der sich mit Motorrädern auskennt. Der konnte nicht ran. Also ließ er die Community sprechen – und die lieferte.

Die rechnung ohne haus
Mit 125.000 Euro wurde es ernst. Frage: Welches Mineral ist der Hauptbestandteil des Gesteins Diorit? Die Antwort wusste er nicht, und seine drei neuen deutschen Wörter halfen auch nicht weiter. „Ich kenne nur Luftfahrzeugführer, Lichtzeichenanlage und Postwertzeichen“, sagte er und verabschiedete sich mit 64.000 Euro. Die bauen gerade ein Haus in Charlottenburg. „Bei uns fließt kein Bundesliga-Gehalt, sondern Leidenschaft. Das Geld kommt gerade recht.“
Am Ende blieb die Erkenntnis: Basketball ist schnell, aber Quizschnelligkeit ist was anderes. Bogojevic brauchte 3,33 Sekunden, um Usain Bolt vor Klitschko zu setzen – das reichte für den Speed-Check und für ein neues Sofa. „Ich habe gelernt: Besser 64.000 sicher als 125.000 risikofrei“, sagte er. Dann ging er zurück in die Halle, wo die nächste Frage schon wartet: Wie stoppt man einen Pick-and-Roll? Die Antwort kennt er. Die 64.000 Euro auch.
