Albacete und granada: kampf der mittelklasse – playoffs eine illusion?
In der Segunda División stehen Albacete und Granada vor einem Duell ohne große Bedeutung – zumindest auf dem Papier. Acht Aufeinandertreffen im Carlos Belmonte zeigen ein ausgeglichenes Bild, doch die jüngsten Ergebnisse sprächen eine deutliche Sprache. Kann Albacete die Serie unterbrechen und doch noch einen Blick auf die oberen Ränge werfen?
Die tabelle lügt: ein punkt trennt die teams
Die Rangliste mag ein knappes Bild zeichnen – Albacete mit 44 Punkten, Granada mit 45 – doch die Wahrheit ist, dass beide Teams in der sogenannten „Niemandsland“ der Tabelle feststecken. Der Kampf um die Playoff-Plätze ist für beide Klubs eine ferne Utopie, und der Abstieg scheint vorerst nicht akut zu sein. Aber das bedeutet nicht, dass das Spiel morgen Abend irrelevant ist. Vielmehr geht es darum, Würde zu bewahren und die letzten Hoffnungen am Leben zu erhalten.
Beide Vereine haben unterschiedliche Wege zurückgelegt. Albacete erlebte einen holprigen Start in die Saison, war sogar für 18 Tage im September in Abstiegsgefahr. Doch seitdem hat sich das Team in der unteren Tabellenhälfte etabliert. Granada hingegen verbrachte 122 Tage in der Gefahrenzone, bis Pachetas Mannschaft im entscheidenden Saisonabschnitt den „Klick“ vollzogen hat. Ein Sieg morgen könnte beiden Teams einen kleinen Hoffnungsschimmer geben und den Traum von einem historischen Erfolgserlebnis in den verbleibenden sechs Partien am Leben halten.

Spielerwechsel und alte bekannte
Das Spiel wird auch von einigen interessanten Personalien geprägt sein. Pablo Sáenz, ehemaliger Alba-Spieler, steht nun in den Reihen von Granada. Vallejo, Antonio Puertas, Neva, Diego Mariño und Pepe Sánchez, die alle bei Albacete spielten, verteidigen nun die Farben des Granada CF. Für die Sieger winken die ersten Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt, während der Verlierer eine weitere Woche in der Ungewissheit verbringen muss.

Ungewöhnliche spieltage für albacete
Albacete hat in dieser Saison eine bemerkenswerte Eigenheit: Das Team bestreitet seine Spiele häufig an ungewöhnlichen Tagen. In den verbleibenden Partien werden weitere zwei Freitage hinzukommen, nachdem bereits fünf Spiele an Montagen und sechs an Freitagen ausgetragen wurden. Dies stellt den Verein vor logistische Herausforderungen und sorgt für Unmut bei den Fans. Der Vizepräsident und Geschäftsführer Víctor Varela hatte öffentlich seinen Unmut geäußert, doch die ungewöhnlichen Spieltage scheinen sich hartnäckig zu halten. Die Frage ist, ob dieser Umstand die Leistung der Mannschaft beeinträchtigt.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Albacete und Granada die Kurve noch kriegen und doch noch in den Kampf um die Playoff-Plätze eingreifen können. Bis dahin bleibt das Duell im Carlos Belmonte ein Kampf der Mittelklasse, bei dem es vor allem um die Ehre geht.
