Alba gerät nach spielabbruch in heftige auseinandersetzung mit schiedsrichter!
Ein Eklat im spanischen Fußball: Jordi Alba, Mitbesitzer des CE L’Hospitalet, geriet nach einem chaotischen Spielabbruch in eine heftige verbale Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichterteam. Die Partie gegen Badalona endete in einem Fiasko, geprägt von geworfenen Gegenständen und einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung.
Die eskalation im stadion
Das Hinspiel des Aufstiegsplayoffs zur Segunda Federación verlief für den CE L’Hospitalet alles andere als nach Plan. Bei einem Spielstand von 0:2 wurde die Partie in der 85. Minute aufgrund des Wurfes einer Wasserflasche auf den Assistenten unterbrochen. Doch damit nicht genug: Zwei Fans der Heimmannschaft schleuderten anschließend zwei Feuerzeuge in Richtung des zweiten Schiedsrichterassistenten, wobei eines nur knapp an seinem Kopf vorbeiflog. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel und forderte die Ansagen über die Lautsprecheranlage, bevor er die Teams in die Kabinen schickte.
Die Situation eskalierte im Tunnel. Laut dem offiziellen Protokoll stellte sich Jordi Alba dem Schiedsrichter und wetterte in den heftigsten Worten gegen das Schiedsrichterteam: “Ihr seid eine Bande von Gaunern und Betrügern! Ihr seid alle vier eine Schande!”. Ein ähnlicher Ausbruch ereignete sich auch durch den Sportdirektor des CE L’Hospitalet, Javier de San Nicolás, der die Schiedsrichter als “eine verdammte Schande” bezeichnete und ihnen mangelnde Kompetenz vorwarf.
Die Tatsache, dass sich ein Vereinspräsident in einer solchen Weise verhält, ist äußerst ungewöhnlich und wirft ein schlechtes Licht auf den CE L’Hospitalet. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen Alba und der Verein für ihr Verhalten zu tragen bekommen werden. Die spanische Fußball-Föderation wird den Vorfall sicherlich untersuchen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Die Wiederaufnahme des Spiels verlief ohne weitere Vorkommnisse, doch der Imageschaden für den CE L’Hospitalet ist immens. Es zeigt, wie schnell Emotionen im Fußball außer Kontrolle geraten können und welche Auswirkungen dies auf den Ruf eines Vereins und seiner Verantwortlichen haben kann. Die Tatsache, dass das Protokoll von beiden Vereinsdelegierten ohne Einwände unterzeichnet wurde, deutet auf eine gewisse Akzeptanz der Geschehnisse hin, was die Situation umso beunruhigender macht.

Ein schlechter tag für den spanischen fußball
Die Ereignisse in L’Hospitalet sind ein deutliches Zeichen dafür, dass im spanischen Fußball noch vieles verbessert werden muss, sowohl in Bezug auf die Sicherheit im Stadion als auch in Bezug auf das Verhalten von Vereinsvertretern. Es ist zu hoffen, dass dieser Vorfall eine Weckrufer für alle Beteiligten ist und zu einer nachhaltigen Verbesserung der Rahmenbedingungen führt.
