Alba berlin vor dem neustart: kann calles den fluch brechen?

Berlin bangt. Nach dem bitteren Aus im letzten Viertelfinale gegen Ulm lastet ein enormer Druck auf Alba Berlin. Am Sonntag (18.30 Uhr, live auf Dyn) fordert Rasta Vechta im ersten BBL-Viertelfinale im eigenen Haus heraus – und Coach Pedro Calles muss endlich eine sieben Jahre andauernde Serie beenden.

Die vechtaer gefahr: momentum und selbstvertrauen

Die vechtaer gefahr: momentum und selbstvertrauen

Vechta, als Siebter der regulären Saison, mag auf dem Papier der Underdog sein, doch die Niedersachsen sind alles andere als harmlos. Sieben von den letzten neun Spielen gewannen sie, ein deutliches Zeichen für ihr aktuelles Momentum. „Ja, das stimmt. Wir müssen gegen ein Team ran, gegen das keiner spielen wollte“, kommentiert Guard Niels Gnadig. Die Mannschaft aus Niedersachsen kommt ohne Druck, aber mit einem Rhythmus, der Alba vor eine echte Herausforderung stellt.

Martin Hermannsson, Spielmacher der Berliner, weiß um die Stärken des Gegners, betont aber auch die eigene Favoritenrolle: „Wir wissen, was Vechta kann. Aber wir sind die Favoriten.“ Er hofft, dass das lange Warten für Calles endlich ein Ende findet. „Bei allem Respekt für die Mannschaften, die er bisher hatte: Dies ist das beste Team, mit dem er je in die Playoffs gegangen ist.“

Ein Blick auf die Vergangenheit: Calles' Horror-Serie Der Spanier befindet sich seit sieben Jahren in einer beunruhigenden Serie von 15 (!) verlorenen Playoff-Spielen. Eine Statistik, die ihn offensichtlich beschäftigt, obwohl er betont: „Was in der Vergangenheit passiert ist, hilft nicht.“ Dennoch ist der Druck immens. Er räumt ein, stolz auf das Erreichen der Playoffs mit früheren Teams zu sein, wünscht sich aber natürlich bessere Ergebnisse. „Es geht nicht um mich“, stellt er klar, und verweist auf die Erfahrung seiner aktuellen Mannschaft.

Die Alba-Profis sind sich der Serie bewusst und wollen sie beenden. Die Last liegt auf den Schultern von Calles, aber auch auf dem gesamten Team. Die Erinnerung an das letztjährige Ausscheiden gegen Ulm, wo man trotz eines vermeintlich talentierteren Kaders unterging, schmerzt noch immer. Der extrem volle Spielplan aufgrund der Euroleague-Teilnahme hatte damals seine Spuren hinterlassen. Diesmal soll es anders sein.

Die Partie gegen Vechta wird mehr als nur ein Basketballspiel sein. Es ist eine Chance für Alba Berlin, den Fluch zu brechen, für Calles, seine Serie zu beenden, und für die Fans, endlich wieder einen Playoff-Sieg zu feiern. Die Spannung ist greifbar, die Erwartungen hoch. Ob Alba den Erwartungen gerecht wird, wird sich am Sonntag zeigen.