Alavés kämpft um ligaverbleib: sánchez flores mahnt zur ruhe
Die Luft wird dünner in der Liga, und für den Alavés geht es um das nackte Überleben. Trainer Quique Sánchez Flores hat vor dem entscheidenden Duell gegen Mallorca am Samstag gewarnt, die Partie als „Finale“ zu betrachten. Stattdessen rief er seine Mannschaft zur Besonnenheit auf – und betonte die Bedeutung des heimischen Stadionallsvangs.
Die tabelle lügt nicht: ein harter kampf
Die Spannung in der unteren Tabellenhälfte ist enorm, und Sánchez Flores weiß, dass die Situation jederzeit umschlagen kann. „Die Klassifizierung hat sich zugespitzt, und das war durchaus möglich. Schon in der ersten Saisonhälfte habe ich gemerkt, dass zwischen Platz zehn und dem letzten Platz alles offen ist“, so der Coach. Jeder einzelne Punkt zählt, und jedes Spiel muss wie ein Endspiel angegangen werden.
Die Nervosität ist spürbar, doch Sánchez Flores versucht, die Ruhe zu bewahren. „Wir müssen jetzt mehr denn je für Gelassenheit sorgen. Wir dürfen uns nicht über Dinge aufregen, die noch nicht passiert sind. Es liegen noch 18 Punkte vor uns, und wir sind selbst in der Hand.“ Ein Sieg gegen Mallorca würde die Lage deutlich entspannen – und dem Alavés neuen Auftrieb verleihen.

Mendi als zwölfter mann: die unterstützung der fans
Der Trainer ist sich bewusst, dass die Unterstützung der Fans entscheidend sein kann. „Wir wissen, dass wir, wenn das Team engagiert ist, immer einen Spieler mehr auf dem Platz haben – die Fans. Wir brauchen sie bei uns.“ Die Atmosphäre im Stadion Mendi wird am Samstag eine Schlüsselrolle spielen, und die Spieler werden die Energie der Anhänger spüren müssen.
Personell muss Sánchez Flores ohne Protesoni auskommen, der weiterhin ausfällt. Der Fokus liegt auf der Regeneration der verletzten Spieler nach dem anstrengenden Auswärtsspiel gegen Real Madrid. „Das beste Training von Dienstag bis Samstag war die Erholung“, betonte der Trainer.

Taktische überlegungen: muriqi und das spiel gegen mallorca
Auch die taktische Ausrichtung wird angepasst. Muriqi soll vor allem außerhalb des Strafraums agieren, um seine Stärken optimal zu nutzen. „Je weiter weg von der Strafraumgrenze, desto besser“, erklärte Sánchez Flores.
Gegen Mallorca erwartet der Trainer einen Gegner mit „guter Energie und starker Emotionalität“. Das Team des Gegners spielt in einem 4-4-2-Raute-System und bringt frischen Wind in das Spiel. Der Alavés will sein Spiel durchsetzen und den Gegner unter Druck setzen. Dabei soll die Effizienz vor dem Tor verbessert werden. „Im Bernabéu haben wir 19 Mal aufs Tor geschossen – das ist eine unglaubliche Zahl. Das Problem ist nicht, dass wir nach vorne spielen, sondern dass wir öfter mal zu Null spielen müssen.“
Die drei Innenverteidiger, die als Außenverteidiger eingesetzt werden, verstehen ihre Rolle immer besser und verbessern ihr Zusammenspiel. Pacheco, ein erfahrener Spieler, wird ebenfalls berücksichtigt, obwohl er in Spielen mit seiner Beteiligung oft viele Gegentore einleiten ließ. Koski hat ebenfalls Chancen, in die Mannschaft zu rücken.
Der Alavés steht vor einer Mammutaufgabe, aber die Entschlossenheit und die Unterstützung der Fans können den Unterschied ausmachen. Der Kampf um den Ligaverbleib ist noch lange nicht entschieden, und der Alavés wird bis zum Schluss alles geben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Bemühungen Früchte tragen werden – oder ob die Saison in einer bitteren Enttäuschung endet.
