Afl-chef harley: 'opening round' bleibt zentral für wachstum im norden
Afl setzt auf 'opening round' für zukünftiges wachstum
Tom Harley, der Chief Operating Officer der Australian Football League (AFL), hat sich klar für die Beibehaltung der umstrittenen 'Opening Round' ausgesprochen. Er betonte, dass diese Spielrunde entscheidend für das Wachstum der Liga in den nördlichen Regionen Australiens sei. Sydney wird auch im kommenden Jahr, zum dritten Mal in Folge, den Saisonauftakt gegen Carlton im SCG am 5. März hosten.

Expansion in den norden als schlüsselstrategie
Neben Sydney werden auch die Gold Coast Suns, GWS Giants und die Brisbane Lions in der ersten Woche Spiele austragen – ebenfalls zum dritten Mal in Folge. Neu im Programm ist ein Aufeinandertreffen zwischen St Kilda und Collingwood am Sonntagabend. Harley, ehemaliger CEO der Sydney Swans, sieht in der 'Opening Round' einen klaren Vorteil für die Liga, trotz Kritik von Seiten einiger Beobachter, die eine reguläre vollständige Spielrunde zum Saisonstart bevorzugen.

'Win-win-situation' für die afl
„Ich halte es für unglaublich wichtig und freue mich auf den Tag, an dem wir nicht mehr über traditionelle und nicht-Fußball-Bundesstaaten sprechen“, erklärte Harley. Die beiden Spiele in Sydney hätten bereits zu einer starken Mitglieder- und Zuschauerbeteiligung geführt. Er bezeichnete die Initiative als eine klassische 'Win-Win-Situation', da viele Stadien zu dieser Jahreszeit ohnehin nicht verfügbar seien und die 'Opening Round' einen enormen Schwung für die 58 Prozent der Bevölkerung nördlich des Murray River generiere.

Kollision mit formel 1: keine bedenken
Die Austragung des Spiels zwischen St Kilda und Collingwood am selben Tag wie der australische Formel-1-Grand-Prix in Albert Park sieht Harley nicht kritisch. „Ich glaube nicht, dass das den Zweck der 'Opening Round' untergräbt“, so Harley. Er verwies auf das erfolgreiche State of Origin-Spiel in Perth, das bereits großes Interesse geweckt habe. Die Spiele in Sydney mit den Suns und Cats seien ebenfalls wichtige Ereignisse mit großen Vereinigungen.
Zukunftspläne und experimente
Harley kündigte an, dass die Liga auch in den kommenden Saisons mit dem Spielplan experimentieren werde, insbesondere im Hinblick auf die geplante Einführung der Tasmania Devils im Jahr 2028. „Wir sind bestrebt, Veranstaltungen – sei es einzelne Spiele oder ganze Runden wie die 'Gather Round' – zu nutzen, um das Spiel zu fördern und neue Fans zu gewinnen“, sagte er. Er betonte auch die Bedeutung von State of Origin-Spielen für die Zukunft der AFL.
State of origin: vielversprechende zukunft
Das State of Origin-Spiel zwischen Western Australia und Victoria in Perth hatte eine ausverkaufte Arena und hohe Einschaltquoten. „Es gibt eindeutig Appetit darauf“, so Harley. Die genaue Ausgestaltung zukünftiger State of Origin-Spiele müsse jedoch noch bewertet werden. „Wir können jedoch mit Sicherheit sagen, dass es einen Platz dafür gibt.“ Die AFL plant weiterhin, neue Wege zu gehen, um die Beliebtheit des australischen Fußballs landesweit zu steigern.
