Aday mara: vom nobody zum nba-kandidaten – ein spanischer riesen-aufstieg!
Aday Mara, der 2,21 Meter große Spanier, hat mit der Final Four der NCAA und dem Gewinn des Titels mit den Michigan Wolverines die Basketballwelt auf sich aufmerksam gemacht. Was viele nicht wissen: Sein Durchbruch kommt für einige, die ihn schon länger kennen, keineswegs überraschend.
Ein talent, das den passenden rahmen brauchte
Für diejenigen, die bereits in Zaragoza mit Mara gearbeitet haben, ist der aktuelle Erfolg des jungen Spielers, der gerade seinen 21. Geburtstag feierte, kein Wunder. „Er war schon immer etwas Besonderes“, betont Nacho Juan, aktuell Assistent von Diego Ocampo beim BAXI Manresa. Juan verbrachte viel Zeit mit Mara in Einzel- und Techniktrainings. Er glaubt, dass Mara lediglich den richtigen Kontext benötigte – eine Umgebung, in der ihm vertraut wird und in der er die Chance erhält, sein volles Potenzial auszuschöpfen. „Was wir jetzt sehen, ist nur eine Vorschau dessen, was er auf dem Feld leisten kann.“
Sergio Lamúa, der aktuell den Club Baloncesto Benicarló in der Segunda FEB trainiert, arbeitete ebenfalls mit Mara in Huesca und Zaragoza zusammen. Seine erste Begegnung mit dem jungen Giganten hinterließ einen bleibenden Eindruck: „Ich dachte mir, wenn wir ihn nicht behindern, ist er ein Spieler mit Zukunft in der NBA.“ Lamúa freut sich nun über Maras Erfolg und die Tatsache, dass er seinen Aufstieg nicht behindert hat. „Alles, was er erreicht hat, hat er sich selbst erarbeitet. Wir haben versucht, ihm nicht in die Quere zu kommen und ihm, wo möglich, zu helfen.“

Mehr als nur größe: ein basketball-geist
Die Trainer heben hervor, dass Mara bereits zu ihrer Zeit ein außergewöhnliches Basketballverständnis besaß. „Mit ihm zu arbeiten war eine Herausforderung, weil man nie wusste, wer der Trainer und wer der Schüler war“, erinnert sich Juan. „Es gab Zeiten, in denen er das Training übernahm und mit eigenen Ideen kam. Er hatte beispielsweise in der Nacht zuvor ein Jokic-Spiel gesehen und wollte es ausprobieren. Man musste diesem Talent freien Lauf lassen.“
Lamúa beschreibt Mara als einen Spieler mit einem außergewöhnlichen „Basketball-IQ“. „Seine Intelligenz auf dem Spielfeld ist auf einem anderen Level. Er ist in der Lage, das gesamte Spielgeschehen zu kontrollieren – und das bereits mit 16 Jahren gegen Profis. Ich habe so etwas noch nie gesehen. Ein Junge in dieser Größe, mit dieser Passgenauigkeit und dieser Beweglichkeit… das ist außergewöhnlich.“

Nba-traum und die konkurrenz
Nach seiner explosiven Leistung in der Final Four deutet alles auf eine Karriere in der NBA hin. Mara muss sich zwar noch für den Draft qualifizieren, doch die optimistischsten Prognosen platzieren ihn bereits im Top 10. Experten sehen in ihm den besten Center des Jahrgangs. Ob er sich in der besten Liga der Welt einen Namen machen kann? „Seine Intelligenz wird ihm die Anpassung erleichtern“, ist Lamúa überzeugt. Er sieht es als Vorteil an, dass bereits andere große Spieler der Liga den Weg geebnet haben: „Es gibt viele Giganten, die den Weg bereiten, wie Wembanyama, Edey und Clingan… Wenn diese Spieler sich in der Liga etablieren, wird das Aday zugutekommen.“
Juan glaubt, dass der spanische Center überall spielen kann. „Wer gut ist, der ist überall gut, denn Talent setzt sich immer durch. Die NBA ist allerdings sehr komplex, und es gibt Faktoren, wie der Verein, für den man spielt, die man nicht beeinflussen kann.“
Das Wichtigste für Mara wird es sein, an seiner physischen Robustheit zu arbeiten. „Das wird er brauchen, um den nächsten Schritt zu machen. Ich glaube, er hat noch Schwierigkeiten, sich gegen einige physisch starke Gegner durchzusetzen. Es gibt Spieler, die spielen ausschließlich um ihr Körpergewicht. Wenn er das nicht verbessert, wird es schwer für ihn, das höchste Niveau zu erreichen, das ich für möglich halte.“ Lamúa sieht in ihm einen „spielerisch starken Kandidaten für die nächsten 12 Jahre und mit einer wichtigen Rolle.“
Dankbarkeit und der blick zurück
Nach Saisonende wird Mara sich auf das Draft-Training konzentrieren. Später wird er nach Zaragoza zurückkehren. Zuvor wird er Nachrichten an die Menschen senden, die mit ihm zusammengearbeitet haben: Trainer, Physiotherapeuten, Delegierte, ehemalige Teamkollegen. „Wir sprechen nicht mehr so oft wie während der 'March Madness', aber fast jeden Monat tauschen wir ein paar Worte aus, und wenn er nach Hause kommt, holen wir uns immer auf den neuesten Stand“, erzählt Juan. „Er ist ein sehr dankbarer Mensch.“ Lamúa ergänzt: „Ein großartiger Mensch – sowohl auf als auch neben dem Feld.“
Aday Mara hat sich seinen Erfolg hart erarbeitet und wird zweifellos eine aufregende Zukunft im Basketball haben. Sein außergewöhnlicher Basketball-IQ und seine Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem Kandidaten für die NBA-Elite.
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