Adama traoré darf nicht mehr pumpen – nuno espírito santo zieht notbremse

Adama Traoré darf nicht mehr pumpen – Nuno Espírito Santo zieht Notbremse

West-ham-star kassiert trainingsverbot nach peinlichem video

West-ham-star kassiert trainingsverbot nach peinlichem video

London – Er galt als Kraftpaket, als Beweis für «reine Genetik». Jetzt steht Adama Traoré plötzlich mit leeren Händen da. Nachdem Teamkollege Crysencio Summerville den Spanier in einem internen Clip verspottete („Bruder, hör auf zu lügen, du lebst im Kraftraum“), verhängte Trainer Nuno Espírito Santo sofort ein individuelles Hantel-Verbot. Quelle: Kabinen-Maulwurf, bestätigt vom Club am Montag.

„Adama ist bereits schwer genug“, zitiert der Athletic den Portugiesen. „Mehr Muskelmasse erhöht nur das Verletzungsrisiko.“ Ab sofort darf der Flügelflitzer nur noch auf dem Rasen Sprint- und Koordinationsarbeit absolvieren; Präventionsgymnastik ist erlaubt, schweres Gewichtheben tabu. Intern heißt es, der Coach fürchte sich vor Schulterluxationen und Knie-Band-Überlastung.

Die Entscheidung wirft ein Schlaglicht auf einen der kuriosesten Körper der Premier League. Traoré schmiert sich seit Jahren Baby-Öl auf die Arme, um Tackles abgleiten zu lassen; Statistiker attestieren ihm die niedrigste Verletzungsrate unter Hochgeschwindigkeitsdribblern. Doch genau dieses „Unverletzbar“-Image zerbröselt gerade. Laut Physiotherapeuten, die mit der Athletic sprachen, bringt zusätzliche Hypertrophie bei einem Spieler, der bereits 1,78 m misst und 86 kg auf die Waage bringt, „keinen einzigen Leistungsvorteil – nur mehr Rotationsmasse“.

Für West Ham kommt die Maßnahme zu einem sensiblen Zeitpunkt. Die Hammers liegen nach 26 Spielen auf Platz fünf, der Vorstoß in die Champions League ist real. Ohne Traorés Dribblings fehlt aber eine Konterwaffe. In der laufenden Saison erzielte der 30-Jährige zwar nur zwei Tore, doch seine 73 erfolgreichen Take-Ons führten direkt zu acht Torgefahren-Situationen – Statistik, die kein anderer Flügelspieler im Verein erreicht.

Summerville selbst lachte nach dem 2:2 gegen Liverpool noch über sein Video, doch die Folgen sind bitter: Traoré muss seine Routinen über Nacht ändern. „Er wird stattdessen mehr Wasserlauf- und Reaktionstrainings bekommen“, sagt Espírito Santo. „Muskulatur kann man nicht mehr verstecken, aber Geschwindigkeit schon.“

Für Traoré persönlich ist es ein Imageschaden. Der Mann, der stets betonte, „ich berühre kein Eisen“, muss nun einräumen, dass eben doch Eisen im Spiel war – und ihm sein eigener Coach die Hantel wegnimmt. Die Botschaft ist klar: In der Premier League reicht Selbstinszenierung nicht, wenn der Coach die Wahrheit kennt.