Acosta kocht nach dem sprint-zweiten: "wir müssen verstehen, warum!"
Ungewohnt frustriert zeigte sich Pedro Acosta nach seinem zweiten Platz im Sprintrennen des MotoGP-Grand-Prix von Ungarn. Der junge Spanier konnte dem schnellen Marc Márquez beim Start überhaupt nicht folgen und forderte nun ein Umdenken bei KTM – während Ducati und Aprilia scheinbar mühelos dominieren.

Die frage nach der konstanz plagt den motogp-neuling
"Wir müssen verstehen, warum sich das Motorrad von Sitzung zu Sitzung so stark verändert," äußerte Acosta nach dem Rennen. Der junge KTM-Pilot wirkt sichtlich irritiert von der fehlenden Vorhersagbarkeit seines Boliden. Während er in der Lage ist, über ein paar Runden schnell zu fahren und einen akzeptablen Rennrhythmus zu finden, sei Ducati in der Lage, ein deutlich höheres Tempo vorzulegen, insbesondere in den ersten Rennrunden. "Sie waren schätzungsweise vier Zehntel schneller. Sie hatten einen Start, der an eine Qualifikationsrunde erinnerte."
Acosta, der sich selbst als "den Ersten der Anderen" bezeichnet, beklagt seine wiederholten Podestplätze ohne den erhofften Sieg. "Ich bin schon lange der Erste der Zweiten. Auf dem Podium fühle ich mich immer wie verkleidet, als wäre etwas noch nicht erreicht.". Der Blick gilt der Zukunft, insbesondere dem morgigen Langstreckenrennen. Er plant, mit den gleichen Reifen zu starten wie seine Konkurrenten, um Fehler zu vermeiden und auf eine Verbesserung im Laufe des Rennens zu hoffen. "Es wird entscheidend sein, wie wir die ersten fünf bis sechs Runden meistern."
Einzigartig ist seine körperliche Fitness, die ihm im Vergleich zu früheren Rennen zugutekommt. Acosta berichtet von einer verbesserten Konstanz und der Fähigkeit, über längere Strecken ein höheres Tempo zu halten. Diese Stärke könnte entscheidend sein, um im Rennen morgen einen Vorteil zu erringen.
Die Situation bei KTM wird durch die mangelnde Unterstützung durch andere Fahrer im Team zusätzlich erschwert. Während Bastianini in Mugello eine positive Entwicklung ermöglichte, scheint es nun so, als wäre KTM in einer ähnlichen Situation wie sein italienischer Kollege festzustecken – mit einem festgefahrenen Setup und begrenzten Möglichkeiten zur Verbesserung. Marc Márquez selbst betonte, dass er mit seiner KTM zufrieden sei und die gesteckten Ziele, das Erreichen der Ziellinie und das Vorwärtsfahren, erreiche, obwohl noch Luft nach oben sei. "Es sind Kleinigkeiten, die sich zu großen Problemen entwickeln.", so Márquez.
Die Analyse der verpassten Chance im Qualifying unterstreicht das Problem: Während die Konkurrenz ihre Zeiten verbessern konnte, blieb KTM hinter den Erwartungen zurück. Die Frage, warum das Team nicht vorankommen kann, bleibt unbeantwortet – zumindest vorerst. Der Druck auf KTM steigt, die Lücke zu Ducati und Aprilia zu schließen, bevor der WM-Kampf endgültig außer Reichweite gerät.
