Acosta: jerez könnte der wendepunkt werden – aber die konkurrenz ist hart!
Pedro Acosta reist mit Selbstvertrauen, aber auch mit realistischen Erwartungen zum Heimrennen in Jerez an. Der junge KTM-Pilot spürt die Fortschritte an seinem Bike, räumt aber ein, dass Aprilia und Ducati weiterhin die Nase vorn haben. Ein erster Sieg in der MotoGP-Klasse? Das ist im Moment zweitrangig.
Die entwicklung stimmt, die konkurrenz ist aber stärker
Acosta betonte in der Pressekonferenz, dass er sich auf den Freitag konzentriert, um zu sehen, wo er im Vergleich zur Konkurrenz steht. "Es geht darum, morgen früh auf das Motorrad zu steigen und zu sehen, wo wir stehen können. Wir müssen weiter hart arbeiten, um an Aprilias und Ducatis Niveau heranzukommen." Der Spanier zeigte sich selbstkritisch und räumte ein, dass das Team noch Arbeit vor sich hat, um mit den Top-Herstellern mithalten zu können. Die Lücke ist zwar geschrumpft, aber noch vorhanden.

Jerez als chance – die erinnerungen des vorjahres sind verblasst
Jerez gilt als eine Strecke, die KTM in der Vergangenheit gut gereizt hat. Acosta selbst erinnert sich an ein "dezentes" Debüt im Vorjahr, bevor er im Warm-Up stürzte. "Ich bin hier letztes Jahr mit Wut und Frustration angekommen, und das hat sich auf meine Leistung ausgewirkt. Dieses Jahr wollen wir es anders machen und uns auf Verbesserungen konzentrieren." Er ergänzte, dass das Team im Vorjahr trotz seiner eigenen Unzufriedenheit alle sechs KTM-Motorräder unter den Top 9 klassifizieren konnte; dieses Jahr soll es noch besser laufen.

Geduld ist gefragt – der sieg kommt, wenn er kommt
Der Geduldsgedanke ist bei Acosta offensichtlich tief verankert. "Ich warte seit drei Jahren auf meinen ersten Sieg, ich kann also auch noch ein Rennen warten," sagte er mit einem Augenzwinkern. Er ist sich seines Potenzials bewusst, aber auch seiner aktuellen Limitierungen. Es geht darum, diese Limitierungen schrittweise zu überwinden und das Maximum aus dem Wochenende herauszuholen.

Kleine schritte, große wirkung: die ktm-verbesserungen
Acosta deutete an, dass es im Test neue Teile geben wird, deren Funktion jedoch noch ungewiss ist. "Es sind logische Schritte, Dinge, die wir eigentlich schon längst gehabt haben sollten. Aber besser spät als nie," so der KTM-Pilot. Er betonte, dass die Lücke zur Spitze nicht mehr so groß ist wie im Vorjahr. "Wir fehlten nicht mehr eine halbe Sekunde, sondern nur noch eine Zehntel bis eineinhalb Sekunden. Das ist nicht viel, aber auf 27 Runden macht sich das schon bemerkbar."
Das selbstvertrauen wächst – acosta fühlt sich wohler
Besonders hervorzuheben ist der Fortschritt, den Acosta im Vergleich zu den Tests in Valencia und Malaysia gemacht hat. Er habe klare Wünsche geäußert, um das Motorrad komfortabler zu machen, nicht unbedingt schneller. "Ich wusste letztes Jahr oft, dass meine Leistung durch eine Grenze beschränkt war. Jetzt kann ich aggressiver fahren, ohne Angst vor einem Sturz zu haben. Das ist ein großer Vertrauensschub! Ich kann 24 von 27 Runden pushen und die anderen drei überleben. Das gibt mir mehr Rhythmus und Konzentration." Acosta fühlte sich verstanden und glaubt, dass das Motorrad nun besser auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. „Es fühlt sich an, als wäre das Bike für mich gemacht worden.“
