Abrashi fliegt raus: drei spiele sperre nach schlag gegen koindredi
Es war die hässlichste Szene eines ohnehin aufgewühlten Spieltags: Amir Abrashi schlug Koba Koindredi vom FC Basel sichtbar in den Rücken – und das vor den Augen aller. Die Swiss Football League hat gesprochen: drei Spiele Sperre für den Grasshopper-Routinier. Keine Diskussion, kein Spielraum.
Was wirklich passiert ist – und warum die sperre trotzdem kürzer ausfiel
Abrashi war eingewechselt worden, stand also kaum auf dem Rasen, als er die Kontrolle verlor. Die Provokation von Koindredi sei laut der Swiss Football League bei der Bemessung der Strafe berücksichtigt worden. Das erklärt, warum es bei drei Spielen geblieben ist. Aber es entschuldigt nichts. Ein Schlag bleibt ein Schlag – und Abrashi weiß das selbst am besten.

Neun spieler fehlen am nächsten spieltag
Abrashi ist nicht der Einzige, der am kommenden Wochenende zuschauen muss. Gleich acht weitere Spieler haben ihre vierte Gelbe Karte der Saison kassiert und sitzen nun automatisch gesperrt. Die Liste liest sich wie ein Who-is-who des Schweizer Fussballs: Koba Koindredi (FC Basel), Jan Bamert (FC Thun), Aliou Baldé (FC St. Gallen), Daniel Dos Santos (FC Lugano), Pajtim Kasami und Silvan Sidler (FC Winterthur), Cheveyo Tsawa (FC Zürich) sowie Nathan Butler-Oyedeji (FC Lausanne-Sport).
Für einige Klubs trifft das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Wer in der Tabelle unter Druck steht, kann sich Ausfälle in dieser Größenordnung schlicht nicht leisten.

Abrashi und eine karriere, die mehr verdient hätte
Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack. Abrashi ist kein Hitzkopf ohne Verstand – er ist ein erfahrener Profi, der es besser wissen sollte. Drei Spiele Pause, ein Fleck im Lebenslauf, und irgendwo auf dem Rasen ein Koindredi, der sich seinen Teil dabei gedacht hat. Das Spiel ist eben nicht immer das schöne Spektakel, das wir uns wünschen. Manchmal ist es einfach nur das.
