Abdilaahi jagt nach shanghai nach xiamen: rekordjagd geht weiter!
Mohamed Abdilaahi, der Shootingstar der deutschen Leichtathletik, setzt seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Nur wenige Tage nach seinem fulminanten Sieg und dem Jahresweltbestwert über 3000 Meter in Shanghai richtet sich der Blick des Rheinländers nun auf das Diamond-League-Meeting in Xiamen. Dort will er am Samstag (ab 11.15 Uhr/Sporteurope.tv) erneut Geschichte schreiben – diesmal im Blick den deutschen 5000-Meter-Rekord.

Ein triumph nach dem anderen: abdilaahis unglaubliche saison
Der 27-jährige Mönchengladbacher, der für den TV Köln startet, hat in diesem Jahr bereits für Aufsehen gesorgt. In Shanghai pulverisierte er den letzten verbliebenen deutschen Freiluft-Rekord von Dieter Baumann über 3000 Meter und unterbot die fast drei Jahrzehnte alte Bestmarke um knapp fünf Sekunden. Seine Zeit von 7:25,77 Minuten war schlichtweg atemberaubend. Aber Abdilaahi ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Er hat sich nun die nationale Bestmarke über 5000 Meter ins Visier genommen – eine Marke, die er selbst seit 2025 hält.
„Ich hoffe, die Bedingungen erlauben wieder ein schnelles Rennen“, so Abdilaahi. „Mein Ziel ist es, das zu reproduzieren, was ich am vergangenen Wochenende geleistet habe.“ Die bisherige Bestmarke über 5000 Meter liegt bei 12:53,63 Minuten – eine Marke, die Abdilaahi in der aktuellen Form durchaus knacken kann. Nur 52 Hundertstel fehlen ihm, um die persönliche Bestmarke seines großen Vorbilds, Sir Mo Farah, zu übertreffen. Der Europarekord von Andreas Almgren (12:44,27) ist zwar noch in weiter Ferne, doch in Shanghai bewies Abdilaahi bereits, dass er in der Lage ist, selbst etablierte internationale Konkurrenten zu schlagen – darunter auch der schwedische Langstreckenläufer, mit dem er kürzlich gemeinsam trainiert hat.
Die Bilanz seines Jahres 2026 liest sich wie ein Märchen: Drei Rennen, drei deutsche Rekorde. Zunächst im Januar über 10 Kilometer im Straßenlauf, dann über 10.000 Meter und schließlich über 3000 Meter. „Mein Problem war lange Zeit, im Wettkampf zu zeigen, was ich kann“, gesteht Abdilaahi. Ein Problem, das er offensichtlich gemeistert hat. Seine Eltern stammen aus Somalia, und er verkörpert den Erfolg des deutschen Sports durch Integration. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann Abdilaahi seine nächste Bestmarke erzielt. Die Leichtathletik-Welt fiebert mit.
