Abate packt aus: maldinis geheimrezept für den italienischen coaching-boom

Ignazio Abate jagt die Serie A. Die Juve Stabia steht dank seiner Arbeit vor dem Aufstieg. Im Rückblick lüftet der Coach jetzt, warum: Paolo Maldini verbot ihm jeglichen Erfolgsdruck – und befreite damit die Talente.

Die maldini-regel: ergebnisse erst ab 15

„Mir war klar: Solange ich in der Primavera war, zählte nicht der Pokal, sondern der Spieler“, sagt Abate im Gespräch mit Cronache di Spogliatoio. Maldini habe ihm die Ruhe gegeben, nur die Besten auszuwählen – unabhängig von der Tabelle. Die Devise: Technik und individuelle Taktik bis 14, erst danach Mannschaftssystem.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Unter Abates Regie erreichte die Milan-U19 das Finale der Youth League, unterlag zwar Olympiakos, lieferte aber drei Jungprofis für Stefano Piolis Profikader. Bartesaghi, Zeroli und Camarda tragen heute das rotschwarze Trikot – und dürften 2026/27 bereit sein, auch das neue Milan Futuro zu stützen.

Von der primavera plötzlich ins stadio olimpico?

Von der primavera plötzlich ins stadio olimpico?

Nach 75 Pflichtspielen in der Nachwuchsabteilung schlug Abate 2024 den Weg in die Profi-Welt ein. Ternana folgte Juve Stabia, und jetzt blinkt die Serie A wie ein Leuchtfeuer. Die Stabiese stehen in den Play-off-Halbfinale – und Abate ist der heißeste Trainername der Aufstiegsrunde.

Was ihn antreibt? „Investition in die Jugend zahlt sich immer aus“, sagt er. „Nicht nur in Punkten, sondern in Identität.“

Ein Satz, der beim AC Milan noch nachhallt – und den Maldini wohl mit einem Nicken quittieren würde.