Aarau verpasst sprung: schiedsrichter-fauxpas kostet sieg!
Der FC aarau muss sich bitter geschlagen geben: Im Aufstiegsrennen der Challenge League wurde das Team durch eine höchst fragwürdige Schiedsrichterentscheidung am Dienstagabend gegen Étoile Carouge benachteiligt. Ein umstrittener Elfmeter in der 87. Minute besiegelte die 1:3-Niederlage, die nun auch vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) als Fehler eingeräumt wurde. Der Aufstiegträume der Aargauer liegen plötzlich in weite Ferne.
Die szene, die alles verändert hat
Die Partie auf dem Brügglifeld verlief bis zur 87. Minute hochspannend. Daniel Afriyie hatte aarau zuvor mit einem Treffer im Ausgleich gebracht, doch dann kam es zu dem entscheidenden Moment: Itaitinga, Stürmer von Carouge, wurde im Strafraum von David Acquah gefoult – oder eben nicht, wie die Mehrheit der Zuschauer und nun auch der SFV feststellten. Schiedsrichter Alessandro Dudic zeigte jedoch auf den Elfmeterpunkt. Ein VAR, der die Situation überprüfen könnte, steht in der Challenge League nicht zur Verfügung. Itaitinga selbst verwandelte den Elfmeter zum 2:1 und damit das vermeintliche Siegtor für Carouge.
Captain Marco Thaler ließ seiner Enttäuschung freien Lauf: „Das war ein erfundener Elfmeter und eine katastrophale Schiedsrichterleistung. Da gibt es keine zwei Meinungen, es war kein Penalty!“ Auch Trainer Brunello Iacopetta konnte sein Unverständnis kaum verbergen: „Ich verstehe diesen Pfiff überhaupt nicht. Der Schiedsrichter entscheidet das Match in einer entscheidenden Phase, in der wir auf das 2:1 drängen.“

Sfv räumt fehler ein: ein schlag ins gesicht für aarau
Die Aufregung um die Entscheidung war groß, und am Tag darauf bestätigte der SFV den Fehler. Daniel Wermelinger, Schiri-Boss des SFV, erklärte gegenüber Blick: „Die TV-Bilder zeigen eindeutig, dass der Verteidiger von Aarau in der 87. Minute den Ball regelkonform gespielt hat. Ein Weiterspielen wäre aus unserer Sicht der richtige Entscheid gewesen.“ Auch Schiri-Experte Urs Meier übte scharfe Kritik: „Eine wunderbare Abwehraktion von Acquah! Es gibt eigentlich nur einen richtigen Entscheid: Weiterspielen. Warum der Schiedsrichter da auf die Idee kommt, einen Penalty zu geben, wo er doch in einer guten Position ist, muss er sich selber fragen.“
Die Konsequenzen für den FCA sind verheerend. Während Aarau nun auf dem siebten Platz steht und den Anschluss an die Spitze verliert, konnte Aufstiegskonkurrent Vaduz gegen Bellinzona einen wichtigen 3:2-Sieg einfahren und den Vorsprung auf drei Punkte ausbauen. Die Hoffnung auf den Aufstieg schwindet für Aarau zusehends, während die Frage bleibt, ob der SFV Maßnahmen ergreifen wird, um solche Fehlentscheidungen in Zukunft zu vermeiden.
