80-Jähriger lucescu bricht vor spiel zusammen – herzalarm in bukarest

Mircea Lucescu, 80 Jahre alt, fiel vor seinen Nationalspielern in der Kabine in Ohnmacht. Zwei Tage vor dem letzten Länderspiel seiner Karriere musste der rumänische Teamchef ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Vorfall ereignete sich während der taktischen Besprechung vor dem Abflug zur Partie in der Slowakei. Sein Assistent Florin Constantinovici rief sofort den Notarzt. Die Klinik bestätigte später lediglich eine Synkope – also einen kurzen Kreislaufkollaps – und schloss einen Herzinfarkt aus.

Stress und müdigkeit als auslöser

Die Ärzte verweisen auf extreme Erschöpfung und den Druck der letzten Wochen. Lucescu hatte Rumänien erst am vergangenen Freitag in Istanbul im Play-off gegen die Türkei von Vincenzo Montella betreut, das 0:1 die Endrunde-Teilnahme zunichte machte. Nach dem Abpfiff sprach er noch von „einem Traum, der platzt“. Nun ist klar: Der Traum kostete ihn fast seine Gesundheit.

Der Verband verhängte sofort Reisestopp und Kontaktsperre. Kein Besuch im Stadion, keine Interviews. Stattdessen 48-Stunden-Kontrolle auf der Herzstation. Die medizinische Empfehlung lautet: absolute Ruhe, kein Flug, keine Spannung. Für die Partie in Trnava wird Co-Trainer Constantinovici die Bank übernehmen.

Lucescu selbst soll bei Bewusstsein gewesen sein, als die Sanitäter ihn abführten. Laut Augenzeugen murmelte er nur: „Lasst mich mit den Jungs fertigmachen.“ Die Jungs werden nun ohne ihn auskommen müssen.

Ein leben im dauereinsatz – und die rechnung folgte sofort

Ein leben im dauereinsatz – und die rechnung folgte sofort

Seit 1981 auf der Bank, hat der gebürtige Bukarester mehr als 2.000 Pflichtspiele absolviert, gewann mit Shakhtar Donetsk den UEFA-Cup, coachte Inter, Galatasaray und Zenit. Doch selbst er musste einsehen: „Der Körper sendet manchmal Signale, die man nicht ignorieren darf.“

Für Rumänien war der Play-off-Ausfall der zweiläufige EM-Miss in Folge. Die Spieler reagierten betroffen. Kapitän Nicolae Stanciu twitterte ein Foto aus dem Lazarett mit dem Satz: „Für dich, Mister!“ Die Botschaft ist eindeutig: Die Generation will sich nicht mit dem Abschiedsgesang verabschieden, sondern mit einem Sieg, den der Coach im Krankenbett mitverfolgen kann.

Die Ärzte geben Entwarnung, verlangen aber konsequente Schonung. Wenn Lucescu sich nicht daran hält, droht nach der Synkope der nächste Kollaps – und diesmal könnte das Herz nicht mehr so schnell mitspielen. Die Karriere des Altmeisters ist damit nicht beendet, aber ihr Tempo wird gebremst. Manchmal reicht ein einziger Moment, um zu begreifen, dass auch Legenden nur Menschen sind.