48 Teams, drei gastgeber, eine frage: wer räumt 2026 den titel ab?
Am Donnerstag rollt der Ball für die letzten Tickets – und plötzlich steht Italien wieder an der Abbruchkante. Seit 2014 schaut die Squadra Azzurra vom Fernsehsessel zu, wie andere Nationen Geschichte schreiben. Die Play-offs entscheiden nun, ob die vierfache Weltmeisterin endlich zurückkehrt oder das Turnier der Superlative erneut ohne sie stattfindet.
Die zahlen, die den sommer 2026 schon jetzt heiß machen
48 Teams, 104 Spiele, 16 Stadien – die FIFA rechnet mit einer Milliardenzuseher-Marke. Doch bevor die Marketingmaschine auf Hochtouren läuft, müssen erst noch 22 Nationen um sechs Plätze zittern. Europa liefert zwölf Kandidaten, der Rest der Welt die anderen zehn. Sechzehn werden scheitern, ihre Heimflüge werden nächtliche Rückflüge ohne Jubel.
Die europäischen Halbfinals starten am 26. März um 20:45 Uhr – klassisches Fernsehprimetime, damit niemand umschalten kann. Die interkontinentalen Duell folgen um 23:00 Uhr und in der Nacht auf Freitag sogar um 04:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Dazn, UEFA.tv und einige öffentlich-rechtliche Sender sichern sich die Rechte, doch die echten Fans buchen schon jetzt den Urlaub, um in den Stadien dabei zu sein.

Warum italien diese woche nicht nur sportlich zittern muss
Die Azzurri treffen in der Gruppenphase der Play-offs auf Nordmazedonien – genau jene Nation, die sie 2022 mit einem Last-Minute-Tor aus dem WM-Traum gekickt hat. Trainer Luciano Spalletti hat seine Elf in Coverciano eingekerkert, Trainingslager statt Strandurlaub. Die Presse spielt das Szenario herunter, doch in den Bars von Turin und Neapel weiß jeder: Verliert Italien erneut, wird der Ruf nach einem kompletten System-Reset lauter sein als die Sirenen der Carabinieri.
Die anderen großen Namen sind weniger gefährdet. Portugal um Cristiano Ronaldo gilt als gesetzt, Schweden schickt die neue Generation um Viktor Gyökeres ins Rennen, während Ghana und Nigeria in Afrika ein echtes Revier-Duell austragen. Die Gewinner erhalten nicht nur das Ticket, sondern auch einen Bonus von umgerechnet 1,5 Millionen Euro – Startgeld für die Vorbereitung, das die kleinen Verbände aus dem Sessel hebt.
Die erste Finalrisse zeichnet sich bereits ab: Am 31. März stehen die letzten 90 Minuten an, danach ist das Feld komplett. Die Auslosung für die Gruppenphase folgt im Dezember 2025 in New York – ein Event, das die FIFA bereits als „kleinen Super-Bowl“ ankündigt. Stars, Musik, Show, alles muss größer sein, weil größer ja auch die Zahl der Teilnehmer ist.
Wer dann tatsächlich den Pokal in die Höhe stemmt, bleibt offen. Brasilien will Revanche für das 1:7 von 2014, Frankreich strebt nach dem historischen Dreier und die USA träumen von einem Heim-Triumph, der den Fußball dort endlich neben Football und Basketball etablieren würde. Die Wette steht: 48 Teams bedeuten 48 Geschichten – und mindestens eine wird uns die Sprache verschlagen.
