3X3 weltmeisterschaft: debütantinnen stolpern, kämpfen sich zurück!
Ein holpriger Start für das deutsche 3x3-Nationalteam der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Rumänien. Das Quartett um Gracia Alonso de Armiño, Txell Alarcón, Ceci Muhate und Alba Prieto musste sich im ersten Spiel gegen Ungarn deutlich geschlagen geben, zeigte aber im zweiten Duell gegen Mongolei eine bemerkenswerte Moral.
Generationenwechsel und der schatten derolympia-helden
Der Auftritt markiert den Beginn einer neuen Ära im deutschen 3x3-Basketball. Nach den Abschieden von Sandra Ygueravide, der aktuellen Bundestrainerin, und Vega Gimeno, der Koordinatorin der FEB für 3x3, ist der Generationenwechsel vollzogen. Beide waren Teil des Teams, das in Paris die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen gewann – ein Erfolg, der nun schwer auszufüllen ist. Der Druck ist spürbar, die Erwartungen hoch.
Das erste Spiel gegen Ungarn offenbarte die Herausforderungen. Ein deutlicher 21:12-Erfolg für die Magyaren unterstrich die größere Erfahrung des gegnerischen Teams. Die deutsche Mannschaft fand zunächst nicht in ihren Rhythmus und laborierte an ihrer Treffsicherheit. Die Erfahrene Spielerin Gracia Alonso de Armiño konnte das Blatt nicht wenden.
Doch die jungen Deutschen zeigten Charakter. Gegen Mongolei gelang es, den Rückstand zu drehen und das Spiel mit 13:11 für sich zu entscheiden. „Es war ein schwieriger Tag“, räumte Bundestrainerin Ygueravide ein, sichtlich erleichtert. „Der erste Tag ist immer schwer, und es hat uns gefehlt, reinzukommen. Ungarn hat mehr Erfahrung, aber im zweiten Spiel waren wir in der Lage, zurückzukommen und den Sieg zu erringen – und das ist das Positive des heutigen Tages.“

Asiatische überraschung und deutsche resilienz gegen mongolei
Das Spiel gegen Mongolei offenbarte eine weitere Facette der deutschen Mannschaft. Angetrieben von einer kleinen Gruppe asiatischer Fans, die den Weg nach Rumänien gefunden hatten, präsentierte sich das Team von einer ungebrochenen Willensstärke. Bolor-Erdene Battsooj setzte die Deutschen mit einem Treffer aus der Distanz unter Druck, und Ariuntsetseg Bat-Erdene baute die Führung weiter aus. Für eine Weile schienen die Geister der ersten Niederlage die Spielerinnen zu heimsuchen, die Treffsicherheit ließ nach (0 von 11 Versuche aus der Distanz).
Doch das deutsche Team bewies seine Fähigkeit, mit Druck umzugehen. Ein 0:3-Teiler brachte die Wende, und Ceci Muhate (5 Punkte und 7 Rebounds) übernahm die Kontrolle. Alba Prieto, die im Spiel gegen Mongolei mit 7,3 Punkten die höchste Bewertung der deutschen Mannschaft erreichte, sorgte mit einem weiteren Treffer für den Sieg. Die Resilienz der jungen Frauen ist beeindruckend.
Am Donnerstag stehen zwei weitere Spiele an: gegen Australien (17:05 Uhr) und die ungeschlagene Tabellenführerin, die USA (20:20 Uhr). Der Ausgang der Spiele wird zeigen, ob sich die deutsche Mannschaft in der Gruppe behaupten kann. Die USA führen das Feld mit zwei Siegen an, gefolgt von Australien, Ungarn und Spanien, die jeweils einen Sieg auf dem Konto haben. Die Mongolei ist punktlos das Schlusslicht.
Die Weltmeisterschaft ist mehr als nur ein Turnier. Es ist ein Spiegelbild des Wandels im deutschen Basketball, ein Beweis für den Mut junger Spielerinnen, sich der Herausforderung zu stellen und ein Versprechen für die Zukunft. Die Erfahrung des gestrigen Tages zeigt: Die jungen deutschen Basketballspielerinnen lassen sich nicht entmutigen und kämpfen bis zum Schluss.
