3. Liga: rechtevergabe im april – sky-übernahme verzögert entscheidung!

Die Vergabe der Fernsehrechte für die 3. Liga hat sich verzögert, aber es bahnt sich nun ein neuer Zeitplan an. Was aussieht wie ein kleiner Rückschlag im Mai, wird nun im April angekündigt – ein Wettlauf gegen die Zeit, der vor allem von der Sky-Übernahme durch RTL abhängt.

Ein tauziehen um die rechte: wer steigt ein?

Ein tauziehen um die rechte: wer steigt ein?

Der DFB hatte ursprünglich die Ausschreibung für die Fernsehrechte ab der Saison 2027/28 für Mai geplant. Doch die Gespräche mit potenziellen TV-Anbietern führten zu einer Verschiebung. Nun steht die Ankündigung der Rechtevergabe im April bevor, die eigentliche Vergabe soll im September erfolgen. Der Grund für die Verzögerung liegt vor allem in der noch ausstehenden Übernahme von Sky durch RTL. Die RTL-Group benötigt die Genehmigung der Behörden, bevor sie überhaupt Angebote abgeben kann, und hofft auf eine Freigabe bis Ende des zweiten Quartals.

Telekom und ARD bleiben die Favoriten – aber DAZN und andere neue Akteure wollen mitmischen. Die Telekom hält aktuell die Rechte für alle 380 Spiele pro Saison und verkauft einen Teil davon (68 Partien) an die ARD. Die ARD strahlt diese Spiele über ihre Dritten Programme aus. Die Verteilung der Rechtepakete für die neue Ausschreibung, die erneut auf vier Jahre angelegt sein soll, ist komplex. Es gibt ein Pay-Paket mit allen Spielen, parallel werden aber 38 Spiele für das Free-TV ausgeschrieben. Eine weitere Möglichkeit ist ein Split in ein Free-TV-Paket und ein Pay-Paket, wobei ein Teil der Pay-Spiele exklusiv im Bezahlfernsehen laufen würde. Hinzu kommt die Option mit zwei Pay-Paketen unterschiedlicher Größe, was potenziell auch DAZN, Sky oder RTL+ ansprechen könnte.

Die Einnahmen aus den TV-Rechten sind für den DFB von Bedeutung: Aktuell werden 26,2 Millionen Euro pro Saison eingenommen. Die Telekom generiert durch den Verkauf einer Sublizenz an die ARD zusätzlich etwa fünf Millionen Euro pro Spielzeit. Das zeigt, wie hoch das Interesse an der 3. Liga ist und warum die Rechtevergabe so wichtig ist.

Neben der 3. Liga sollte eigentlich auch die Frauen-Bundesliga ausgeschrieben werden, doch die kürzliche Gründung des Ligaverbandes FBL e. V. außerhalb des DFB hat diesen Prozess ins Stocken geraten. Die FBL hat noch keine eigene Abteilung für die Medienrechte-Vermarktung aufgebaut, was die Situation zusätzlich verkompliziert.

Die kommende Vergabe der Rechte wird zeigen, wie sich der Pay-TV-Markt neu strukturiert und welche Plattformen die 3. Liga für sich gewinnen können. Eines ist klar: Die Verhandlungen werden spannend und die Fans dürfen gespannt sein, wo sie in Zukunft ihre Lieblingsspiele sehen können. Die Entscheidung im September wird über die Zukunft des Fernseherlebnisses der 3. Liga entscheiden.